(rhi) "40 Prozent der Menschen leben heute in einem Single-Haushalt", sagt Dr. Sigrid Ullwer-Paul. Das kann im Notfall zum Problem werden, denn die Rettungskräfte haben keine Infos über den Patienten. Die Vorsitzende des Seniorenbeirats befürwortet deshalb die Notfalldose, die der Landkreis nun in einer Zahl von 2000 Stück angeschafft hat. Der Single füllt ein Info-Blatt aus mit Angaben zu Krankheiten, Medikamenten und Operationen, steckt es in eine kleine, grüne Plastikdose und stellt den Behälter in den Kühlschrank. Ein Aufkleber auf der Kühlschranktür gibt den Helfern den entsprechenden Hinweis. "Der Seniorenbeirat sieht in der Notfalldose eine gute Ergänzung zur Notfallmappe", so die Leiterin der Seniorenfachstelle am Landratsamt, Evi Seitz. Der Kühlschrank sei dafür ein sicherer Fundort. Partner der Aktion sind das Bayerische Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe, das Krankenhaus St. Barbara, die Asklepios-Kliniken und der Sozialverband VdK. Sie verteilen die Notfalldosen kostenlos an allein lebende ältere Menschen. Landrat Thomas Ebeling fordert die Apotheken auf, die Dosen ins Verkaufssortiment aufzunehmen und zum Preis von fünf Euro anzubieten. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.notfalldose.de
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