Jahrelang hat Hubert Döpfer erfolgreich an der politischen Front gekämpft. Die Kosten für die Ausbildung der Altenpfleger übernimmt mittlerweile der Staat, die Bezahlung der Fachkräfte ist tariflich geregelt. Jetzt taucht ein neues Problem auf. "Uns fehlen die Schüler", erklärt der Bildungsunternehmer dem Landtagsabgeordneten Alexander Flierl.
Am Montag war der "Tag der freien Schulen". Ihn nutzte der CSU-Politiker zu einem Besuch der Döpfer-Altenpflegeschule. Alexander Flierl stellte sich den Fragen der Schüler, die sich mit ihrer Lehrerin Manuela Oberloher auf den Besuch vorbereitet hatten. "Was verstehen die Politiker eigentlich unter Gesundheit?". fragt ihn eine Schülerin. Alexander Flierl hat darauf eine umfassende Antwort: "Der Staat muss die medizinische Versorgung der Bevölkerung in allen Teilen des Landes sicherstellen". Dazu zähle auch die Pflege. Aktuell gehe es darum, die Zuwanderung von Fachkräften aus dem nichteuropäischen Ausland zu erleichtern.
Das ist ganz im Sinne von Hubert Döpfer, der Auszubildende in der Altenpflege aus China und Vietnam anwirbt. Mit Erfolg. Zwölf chinesische Jugendliche sind bereits hier, vier vietnamesische kommen im März. Der Schulträger ist froh, "dass wenigstens die sprachlichen Anforderungen an die Bewerber heruntergeschraubt worden sind". Jetzt wünscht er sich noch eine Beschleunigung der Verfahren. Doch in den deutschen Konsulaten in China und Vietnam herrsche Personalmangel, der die Ausreise verzögere.
Vor dem Landtagsabgeordneten Alexander Flierl sitzt "eine bunt gemischte Truppe", wie ihm Lehrerin Manuela Oberloher versichert. Flüchtlinge aus Eritrea und Syrien sind dabei, Zuwanderer aus China, Bewerber aus anderen europäischen Staaten und "ein paar Deutsche". Seit sieben Jahren beteiligen sich die Döpfer-Schulen an der "generalistischen Ausbildung" mit Schwerpunkt "Altenpflege". Landtagsabgeordneter Alexander Flierl ist sich bewusst, "dass die Pflege in der Gesellschaft eine immer größere Bedeutung gewinnen wird". Wer genügend Fachkräfte für diesen Beruf bekommen will, müsse deshalb deren öffentliche Anerkennung und Bezahlung verbessern.













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