18.05.2021 - 16:27 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schulzentrum Schwandorf: Kosten steigen auf 50 Millionen Euro

Die Generalsanierung des Beruflichen Schulzentrums Schwandorf wurde als die größte Investitionsmaßnahme in der Geschichte des Landkreises anfangs mit 33 Millionen Euro an Kosten veranschlagt. Es wird aber deutlich mehr werden.

In den Sommerferien soll das Wohnhaus (rechts) abgebrochen werden, um das Baufeld für die weiteren Bauabschnitte des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller (im Hintergrund) freizumachen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Als vor zwölf Jahren die Generalsanierung des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller in Schwandorf geplant wurde, begann damit die größte Investitionsmaßnahme in der Geschichte des Landkreises.

Im Laufe des letzten Jahrzehnts wurden die Pläne mehrfach verändert und erweitert, etwa durch die Einbeziehung der Wirtschaftsschule in den Gebäudekomplex. Analog dazu stiegen die Kosten. War man anfangs von 33 Millionen Euro ausgegangen, werden es tatsächlich wohl um die 50 Millionen Euro werden, wie eine Vorlage für den Kreistagsausschuss für Schulen, Planung und Bau nun ergaben hat. Die ausführliche Betrachtung wurde von Hochbau-Chefin Michaela Gottmeier den Räten vorgelegt.

Einzug heuer im September

Abgesehen davon sind bei den Baumaßnahmen am Beruflichen Schulzentrum erhebliche Bauverzögerungen eingetreten. Nachdem sich derzeit die Bodenbelagsfirma in Quarantäne befindet, wird sich der Umzugstermin weiter verschieben. Es ist geplant, dass der Unterricht in den neuen Räumen zum Schuljahrbeginn 2021/22 im September stattfinden kann. Der aktuelle, fünfte Bauabschnitt betrifft den nördlichen Teil des Hauptbaus Richtung Kreuzberg mit Klassenzimmern, Fachräumen für Elektrotechnik und einem großen Werkstattraum für Metallbearbeitung für die Berufsoberschule.

Parallel zu den Arbeiten im fünften Bauabschnitt im Inneren werden im Mai die Arbeiten für den neuen Pausenhof zwischen dem Hauptbau und dem Baukörper der Fach- und Berufsoberschule beginnen. Diese Arbeiten sind mit den derzeit anstehenden Abschlussprüfungen sowohl der Fach- und Berufsoberschule, als auch den umfangreichen Prüfungsterminen der Berufsschule in Einklang zu bringen.

Abriss im Sommer

Zudem soll in den Sommerferien das Wohnhaus auf dem ehemaligen Nachbargrundstück abgebrochen werden, um das Baufeld für die weiteren Bauabschnitte freizumachen. Das Grundstück hat der Landkreis vor einiger Zeit erworben und die Planungen hinsichtlich der Werkstätten wesentlich geändert.

Die weiteren Bauabschnitte betreffen zunächst im Bauabschnitt sechs einen Erweiterungsneubau für die Werkstätten mit Fachräumen für die Bauberufe und Friseure, sowie im Bauabschnitt sieben die Sanierung der Werkstätten der Fachbereiche Metall und Schreiner. Diese Maßnahmen befinden sich noch im Planungsprozess. Es ist vorgesehen, in diesem Jahr die Förderantragsunterlagen bei der Regierung einzureichen. Die entsprechende Entwurfsplanung wird im Herbst im Ausschuss vorgestellt.

Fast 79 000 Euro gibt der Landkreis jeden Tag für seine Schulen aus

Schwandorf

Weiterhin ist vorgesehen, heuer die Verkehrsführung im Bereich der Glätzlstraße zu verändern und vier neue Bushaltestellen zu errichten. Die Maßnahme wird in enger Kooperation mit der Stadt Schwandorf durchgeführt. Im Haushaltsplan 2021 sind für die Umgestaltung der Verkehrsführung 230 000 Euro eingeplant, für die Maßnahme Sanierung Hauptbau in den Bauabschnitten vier und fünf weitere 2,7 Millionen Euro, sowie 0,6 Millionen Euro für die Planung der Bauabschnitte sechs und sieben.

Berufliches Schulzentrum Oskar-von-Miller Schwandorf: Parallel zu den Arbeiten im fünften Bauabschnitt im Inneren werden im Mai die Arbeiten für den neuen Pausenhof zwischen dem Hauptbau rechts und dem Baukörper der Fach- und Berufsoberschule (links) beginnen.
Es ist geplant, dass der Unterricht in den neuen Räumen des Beruflichen Schulzentrums Oskar-von-Miller Schwandorf zum Schuljahrbeginn 2021/22 im September stattfinden kann.

 

 

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