Update 21.01.2021 - 22:21 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schwandorf: CSU-Spitze schickt Martina Englhardt-Kopf ins Rennen

Der CSU-Kreisvorstand schlägt Martina Englhardt-Kopf als Direktkandidatin für die Bundestagswahl im September vor. Die einstimmige Entscheidung fiel am Donnerstagabend, bestätigte Kreisvorsitzender MdL Alexander Flierl.

Die Schwandorfer Kreis-CSU schickt Martina Englhardt-Kopf ins Rennen um das Direktmandat für die Bundestagswahl im September.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Martina Englhardt-Kopf ist die Kandidatin für der CSU-Kreisspitze für das Bundestags-Direktmandat im Wahlkreis 234. Der Kreisvorstand schlage die Zweite Bürgermeisterin der Großen Kreisstadt Schwandorf den Delegierten vor, bestätigte Kreisvorsitzender Alexander Flierl am Donnerstagabend aus einer laufenden Sitzung.

"Wir haben eine starke Kandidatin", sagte Flierl. Englhardt-Kopf arbeite bereits ihr halbes Leben ehrenamtlich in der Politik. "Sie pflegt große Nähe zu den Menschen und den Themen, die die Menschen bewegen", sagte Flierl. Der Kreisvorstand sei seinem Vorschlag einstimmig gefolgt, so der Kreisvorsitzende. Die 39-Jährige werde auch in der Bundeswahlkreiskonferenz zu überzeugen wissen.

Folgen die Schwandorfer Kreisdelegierten dem Vorschlag – was als gesichert gelten darf – hat die CSU-Bundeswahlkreiskonferenz (BWK) das letzte Wort. Sie besteht aus 160 Delegierten: 81 aus dem Kreis Schwandorf, 75 aus dem Kreis Cham und 4 aus den Gemeinden Wörth an der Donau und Brennberg (beide Kreis Regensburg). Im Kreis Cham bewerben sich Andreas Gruber (Reichenbach) und Matthias Scherr (Schellhof). Ob beide bei der BWK antreten, ist noch unklar. Direktkandidat ist, wer bei der BWK unter 160 Delegierten die absolute Mehrheit erreicht, also mindestens 81 Stimmern erhält. Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier, der das Direktmandat seit 2009 inne hat, hatte bereits 2017 angekündigt, nicht mehr anzutreten.

Kandidatenkarussell drehte sich

Schwandorf

Der Neunburger Bürgermeister Martin Birner, "Stimmenkönig" bei der Kreistagswahl, hatte am Donnerstag öffentlich seinen Verzicht erklärt. Er galt wie Bürgermeister Thomas Falter (Wackersdorf) als möglicher Bewerber für die Bundestagskandidatur. Falter hatte schon lange abgewunken. Gefallen sei seine Entscheidung schon im vergangenen Jahr, sagte Birner den Oberpfalz-Medien. Deshalb habe er auch Martina Englhardt-Kopf bereits im Sommer 2020 seine volle Unterstützung zugesagt.

 

 

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