12.01.2020 - 10:38 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Schwandorf in fünf Jahren

„Es wird nicht über die Bürger und an ihnen vorbei regiert, sondern wir gestalten gemeinsam eine Stadtgesellschaft“, versichert Spitzenkandidatin Marion Juniec-Möller. Mit ihrer Stadtratsliste wollen die Grünen dafür die Basis legen.

Marion Juniec-Möller (Sechste von links) führt die Stadtratsliste der Schwandorfer Grünen an.
von Externer BeitragProfil

Mit einer Rückendeckung von 100 Prozent starten die Schwandorfer Grünen in die Stadtratswahl. Gemeinsam mit ihrer OB-Kandidatin Marion Juniec-Möller wollen die Bewerber für eine „ökologische, soziale und am Gemeinwohl orientierte“ Stadt eintreten. „Wir werden im Wahlkampf zeigen, dass wir ideenreich, phantasievoll und leidenschaftlich sind“, kündigte die Spitzenkandidatin im Fronberger Café Lawendls an, als der Ortsverband seine Stadtratsliste aufstellen ließ. Insgesamt 30 von 30 möglichen Menschen gehen für die Öko-Partei ins Rennen, darunter auch zahlreiche Nichtmitglieder. Einstimmig und ohne Gegenkandidaten wurden diese am Freitagabend durch alle sieben Stimmberechtigten unterstützt.

OB-Kandidatin Marion Juniec-Möller hatte zuvor ihre politischen Ziele für die Kommunalwahl am 15. März vorgestellt – verpackt als ihre persönliche Vision, wie Schwandorf im Jahr 2025 aussehen wird. Dazu zählt für die Finanzbeamtin ein „richtiger Familienstadtpark“ mit einem Wasserspielplatz, einer guten Beleuchtung mit Bewegungsmeldern sowie einem „Stadtstrand mit Gastronomie und benachbartem Badeplatz“. Auch die Innenstadt werde deutlich belebter, die Zahl der Leerstände zurückgegangen sein.

Möglich machen soll das eine städtische Wohnungsbaugesellschaft, die Leerstände aufkauft und für eine Neunutzung renoviert, außerdem auch ein sogenannter Bedarfsplan, der als Grundlage für eine gezielte Ansiedlung dienen soll. Die Friedrich-Ebert-Straße etwa sieht die Kandidatin als Fußgängerzone, in der sich „einige Lokale mit schönem Außenbereich“ ansiedeln werden. Ebenso sollen ein Mehrgenerationenhaus mit Musikschule und Bibliothek im Schmidt-Bräu-Gelände sowie ein eigenes „Kulturzentrum“ für zusätzliche Attraktivität sorgen, das im Falle eines Leerstandes in der Raiffeisenbank und dem Gasthof zur Post eingerichtet werde. Juniec-Möller schwebt hier ein „richtiges Begegnungszentrum für die Schwandorfer“ vor – Seniorentreff, Reparatur- und Spielcafé inklusive. Das Ziel sei eine „aktive Stadtgesellschaft, von der alle profitieren“.

Als weitere Ziele benannte die Kandidatin eine fahrradfreundlichere Stadt und eine verbesserte Linienführung für den City-Bus. Dessen Flotte möchte sie in den kommenden Jahren schrittweise auf kleinere Elektrobusse umstellen. Und: In Zukunft sollen Kinder und Jugendlichen diesen kostenlos nutzen können. Die Schwandorfer will Juniec-Möller bei diesen – und weiteren – Projekten durch eine enge Bürgerbeteiligung mit einbinden. Dafür werde es künftig mehr Mitbestimmung und frühzeitige Informationen bei allen Projekten geben.

„Es wird nicht über die Bürger und an ihnen vorbei regiert, sondern wir gestalten gemeinsam eine Stadtgesellschaft“, sagte die Spitzenkandidatin. Konkret will sie dem Jugendbeirat im Stadtrat ein Rede- und Stimmrecht geben und eine Schwerbehindertenbeirat gründen, der bei allen Bauten hinsichtlich der Barrierefreiheit beratend tätig wird. Das solle Ausdruck einer „ökologischen, sozialen und am Gemeinwohl orientierten“ Politik sein.

Auch die beiden Gäste, MdB (und Wahlleiter) Stefan Schmidt und Landratskandidat Rudi Sommer, zeigten sich von diesen Zielen beeindruckt. Schmidt drücke die Daumen, dass „möglichst viele von euch in den Stadtrat reinkommen“, sagte er. Denn: „Es gibt sehr, sehr gute und viele Gründe, wieso wir mehr grün brauchen“. Diesen Worten schloss sich Landratskandidat Rudi Sommer an: Der Stadtratsliste und der OB-Kandidatin wünschte er einen „Supererfolg“, sodass sie „in eine Konstellation kommen, wo sie mitregieren können“.

Die Kandidaten:

1. Marion Juniec-Möller, 2. Paul Groß, 3. Veronika Peters-Brunner, 4. Franziska Wünsch, 5. Christine Langbein, 6. Frank Möller, 7. Renate Kersting-Tschirpanliew, 8. Matthias Rass, 9. Constanze Schuhmann, 10. Kurt Hiltl. 11. Irene Rester, 12. Christoph Beck, 13. Renate Stöckl, 14. Wolfgang Rösler, 15. Ingrid Zetterer, 16. Rudolf Ram, 17. Christina Wolf, 18. Matthias Scharnweber, 19. Maria Groß, 20. Christoph Wünsch. 21. Karin Edenhart, 22. Harald Eberhardt, 23. Birgit Hiltl, 24. Werner Eberl, 25. Gisela Juniec, 26. Benjamin Peters, 27. Kerstin Flori, 28. Uwe Schuhmann, 29. Gabi Schneider-Rösler, 30. Robert Schwarz.

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