Einer Pressemitteilung der Gewerkschaft zufolge deckten Kontrolleure bei Firmen im Bereich des Hauptzollamts Regensburg in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres einen Schaden von 4,7 Millionen Euro wegen nicht gezahlter Steuern und Sozialabgaben auf. Ein Großteil des Betrugs betraf laut IG BAU das Baugewerbe: Allein in der Baubranche entgingen dem Staat 2,9 Millionen Euro. Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke (Grüne) hervor.
Für Christian Lang von der IG BAU Oberpfalz steht fest: "Die Bauwirtschaft bleibt im Branchenvergleich ein Hotspot krimineller Energie." Insbesondere Beschäftigte aus Osteuropa würden häufig um den Lohn gebracht, der ihnen zustehe. Am Ende komme das den Steuerzahler teuer zu stehen. "Bei Schwarzarbeit und Mindestlohnverstößen geht dem Staat richtig Geld verloren: Steuern und Sozialabgaben - also Beiträge, die der Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung fehlen", macht Lang deutlich.
Die Zöllner müssten daher auch Baustellen im Kreis Schwandorf stärker in den Blick nehmen, so der Gewerkschafter. Die IG BAU fordert bundesweit mindestens 10 000 Beamte für die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll. Zuletzt hatte die Einheit lediglich rund 7200 Mitarbeiter. Nach Angaben des Finanzministeriums kontrollierte das Hauptzollamt Regensburg in seinem gesamten Zuständigkeitsbereich im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 661 Arbeitgeber - 16 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Unter ihnen waren 184 Baufirmen. In deren Branche verhängten die Zöllner laut Pressemitteilung Bußgelder in Höhe von 110 000 Euro und leiteten 17 Ermittlungsverfahren ein.













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