Schwandorf
05.03.2026 - 15:23 Uhr

"Sehr schwacher Dezember": Nabaltec macht 2025 weniger Umsatz und weniger Gewinn

Die Schwandorfer Nabaltec AG hat im Geschäftsjahr 2025 weniger Umsatz und weniger Gewinn als im Vorjahr gemacht. Das liegt unter anderem an einem schwachen vierten Quartal. Trotzdem blickt das Unternehmen positiv in die Zukunft.

Das Nabaltec-Werksgelände in Schwandorf: Das Chemie-Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2025 weniger Umsatz und weniger Gewinn gemacht als im Vorjahr. Archivbild: jut
Das Nabaltec-Werksgelände in Schwandorf: Das Chemie-Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2025 weniger Umsatz und weniger Gewinn gemacht als im Vorjahr.

Das Schwandorfer Chemie-Unternehmen Nabaltec hat im Geschäftsjahr 2025 weniger Umsatz und weniger Gewinn gemacht als im Vorjahr. Der Umsatz ist nach vorläufigen Zahlen von 203,6 Millionen Euro auf 197 Millionen Euro gesunken, berichtet das Unternehmen am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Das sei ein Rückgang um 3,2 Prozent. Das liege unter anderem an einem schwachen vierten Quartal 2025, in dem der Umsatz um 7,7 Prozent sank. „Dieser deutliche Umsatzrückgang im vierten Quartal war durch kurzfristige Auftragsstornierungen und ein sehr schwaches Dezembergeschäft bedingt“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 sei von „Marktunsicherheiten aufgrund der US-Zollpolitik sowie der anhaltend schwachen Nachfrage nach Produkten für die Feuerfestindustrie und E-Mobilität geprägt gewesen. Das alles habe sich auf den Umsatz ausgewirkt. Johannes Heckmann, der Vorstandsvorsitzende der Nabaltec AG, spricht von einem „durchwachsenen“ Jahr, in dem „vor allem das vierte Quartal nicht nach unseren Erwartungen verlief“.

Auch das operative Ergebnis (Ebit) sank – von 22,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 15,2 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 31,8 Prozent. Die Ebit-Marge – bezogen auf die Gesamtleistung – liegt demnach bei 7,7 Prozent und damit im Rahmen der Prognose. Nabaltec war von einer Ebit-Marge in der Bandbreite von 7 bis 9 Prozent ausgegangen. „Mit dem Erreichen unserer Ergebnisprognose in einem extrem volatilen Umfeld sehen wir eine Bestätigung für die operative Stabilität und die strukturelle Widerstandskraft unseres Geschäftsmodells“, wird Heckmann in der Mitteilung zitiert. „Dennoch bleiben wir für das laufende Geschäftsjahr vorerst verhalten optimistisch, da die Branche nur schleppend aus der Talsohle kommt.“

Für das Jahr 2026 rechnet das Unternehmen damit, wieder zu wachsen. Man erwarte einen Umsatzanstieg zwischen 4 und 6 Prozent. Nabaltec betont aber auch, dass die „aktuelle Eskalation des Nahost-Konflikts die geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten erhöht“. Eine weitere Verschärfung des Konflikts könnte zu steigenden Energiepreisen, gestörten Lieferketten und einer schwächeren Nachfrage führen. Das könnte die Entwicklung von Nabaltec beeinträchtigen.

Die Nabaltec AG ist ein Unternehmen der chemischen Industrie und hat ihren Sitz in Schwandorf. Auf der Basis von Aluminiumhydroxid und Aluminiumoxid entwickelt, produziert und vertreibt Nabaltec hochspezialisierte Produkte in den beiden Produktsegmenten „Funktionale Füllstoffe“ und „Spezialoxide“ im industriellen Maßstab. Die Firma beschäftigt rund 500 Mitarbeiter.

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