Von den vier Corona-Fällen in der Sieben-Tage-Statistik des Landratsamtes Schwandorf wurden zwei Fälle in Schwandorf und je ein Fall in Neunburg vorm Wald und Nittenau registriert. In der Vorwoche waren es sieben Infektionen, die sich auf vier Gemeinden verteilt hatten.
In den offiziellen Tagesübersichten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und des Robert-Koch-Instituts (RKI) hatten der Landkreis Schwandorf dreimal in den letzten sieben Tagen einen negativen Wert, und zwar am Freitag minus 1, am Montag minus 2 und am Dienstag minus 5. Ähnliche Minus-Werte gibt es auch in vielen anderen Landkreisen.
Landratsamtssprecher Hans Prechtl erläutert die Hintergründe für diese derzeit relativ vielen Korrekturen: Die Gesundheitsämter nutzen die jetzt ruhigere Zeit, um die Fälle der letzten Monate nochmal statistisch zu prüfen und die Statistiken nachzuarbeiten. Es können immer wieder Fälle wegfallen oder nachgemeldet werden. Typische Gründe sind Doppelerfassungen oder Übermittlungsfehler. So kann durchaus dieselbe Person unter verschiedenen Namen gemeldet worden sein, etwa einmal unter Hans Schmid und einmal unter Johann Schmidt. Werden diese Datensätze dann zusammengeführt, weil das Geburtsdatum und die Wohnanschrift identisch sind, fällt eine Fallzahl weg. Ein weiterer typischer Fall ist das Einreichen von Befunden bei einem anderen Gesundheitsamt, etwa dort, wo nur ein Zweitwohnsitz besteht. Dann wird der Fall bei dem für den Zweitwohnsitz zuständigen Gesundheitsamt gestrichen und bei dem für den Erstwohnsitz zuständigen Gesundheitsamt nachgetragen.
Oder es gab eine Verwechslung beim Ortsnamen, der nur durch die Postleitzahl aufgeklärt werden kann. So gibt es etwa die Gemeinde Weiding sowohl im Landkreis Schwandorf als auch im Landkreis Cham. Auch bei der Angabe des Wohnortes haben das Landratsamt Falschangaben erreicht, wenn etwa irgendwo in der Meldekette Patient – Arzt – Testlabor – Gesundheitsamt ein Name falsch verstanden wurde oder wenn aus Brunn, für das wir als Ortsteil von Nittenau zuständig sind, die Gemeinde Brunn im Landkreis Regensburg geworden ist. Auch Verdachtsfälle werden bereinigt, wenn sich der Befund nicht bestätigt hat.
"Entscheidend ist, dass solche Bereinigungen keinen Einfluss auf die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz haben", betont Hans Prechtl. Denn in aller Regel reichen die jetzt erfolgenden Korrekturen bereits länger zurück, zum Teil bis ins Jahr 2020. Die Inzidenz wird sozusagen im Hintergrund richtig weitergezählt. Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Mittwoch wie am Dienstag bei 2,7, die absolute Fallzahl beläuft sich auf 8368.





















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