"Sie haben während der Pandemie unter schwierigsten Bedingungen Hervorragendes geleistet", versichert Martin Steinkirchner den Jugendsozialarbeitern an den Schulen. Der Regionalvorsitzende der Johanniter-Unfallhilfe spricht von einer Erfolgsgeschichte. Von den einstigen Trägern der Jugendsozialarbeit an den Schulen im Landkreis ist einer übrig geblieben: die Johanniter-Unfallhilfe. Sie beschäftigt alle 27 Sozialpädagogen, die benachteiligten Kindern Hilfestellung leisten. Einmal im Jahr legt der Sozialverband Rechenschaft ab gegenüber dem Sozialministerium, der Regierung, dem Landkreis, den Kommunen und den Schulverbänden, die sich die Personalkosten teilen. Zehn Prozent übernimmt der Träger.
Bei einer Online-Videokonferenz erläuterte Veronika Kopf (Mittelschule Schwarzenfeld) stellvertretend für ihre Kollegen die Aufgaben der Jugendsozialarbeiter, die an der sozialen Integration von Kindern mit Migrationshintergrund mitwirken, bei Verhaltensauffälligkeiten tätig werden und bei ihrer Arbeit mit den Familien, Lehrern, Fachstellen und Behörden zusammenarbeiten. Für Karina Pfeiffer hat die Jugendsozialarbeit während der Pandemie an Bedeutung gewonnen und ihre Stärken deutlich gemacht. "Wir waren immer erreichbar und haben Kontakt gehalten", so die Sozialpädagogin an der Dr.-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach. Der Träger habe dafür die Rahmenbedingungen geschaffen und Homeoffice und Treffen im Freien ermöglicht. Zum Fachbeirat der Jugendsozialarbeit gehört auch das Jugendamt, das die Videokonferenz moderierte. Deren Vertreter, Claudia Hösamer und Martin Rothut, hoben die Bedeutung der "niederschwelligen pädagogischen Betreuung an den Schulen" hervor. Professor Dr. Romuald Brunner, Jugendpsychiater an der Uni Regensburg, berichtete von ersten Erkenntnissen über die "psychosoziale Belastung der Kinder während der Pandemie" und stellte neben Leistungseinbrüchen auch emotionale Belastungen, einen Verlust an Lebensqualität, Essstörungen sowie eine Zunahme von Angstsymptomen und Selbstmordversuchen fest. Hinzu kämen körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Erschöpfung und Müdigkeit. "Darunter leiden vor allem Kinder mit Defiziten", so der Mediziner. Kinder in "stabilen Familien" würden die Probleme dagegen leichter verkraften.













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