(rhi) Das Format "Fraktion vor Ort" stand diesmal unter dem Motto "Mehr Gerechtigkeit bei Gesundheit und Pflege". Sabine Dittmar lehnt das Zweiklassensystem im Gesundheitswesen ab. Die gelernte Kinderpflegerin, die über den zweiten Bildungsweg Medizin studierte, sieht in der Wiederherstellung der Beitragsparität zum 1. Januar 2019 einen ersten Schritt zur Entlastung der Versicherten. Dann werden die Arbeitgeber wieder zu gleichen Teilen an den Beitragskosten für die "gesetzliche Krankenversicherung" herangezogen.
Mit der Abschaffung der Fallpauschalen will die SPD die Pflege in den Krankenhäusern stärken. Das aktuelle Verfahren fördere die medizinische Versorgung und vernachlässige den Pflegebereich, so die 53-jährige SPD-Politikerin. Sie macht Vorschläge der Behebung des Pflegenotstands: Teilzeitkräfte mehr arbeiten lassen, Pflegehelfer qualifizieren, eine Ausbildungsoffensive starten, bessere Arbeitsbedingungen schaffen und höhere Löhne bezahlen.
Mit höheren Honoraren will Sabine Dittmar auch mehr junge Ärzte aufs Land locken. Den aktuellen Bedarfsplan für Ärzte hält sie für völlig veraltet. Für bestimmte Fachrichtungen sollte es keine Zulassungssperren mehr geben. Die Ausbildung der Ärzte müsse "versorgungsorientierter" werden - weniger Theorie, mehr Praxis, so die Bundestagsabgeordnete. Bei der Zulassung sollte neben dem Numerus Clausus auch die soziale Kompetenz der Bewerber zählen.
Gerechtigkeit in der Gesundheitsvorsorge zählt Peter Wein zu den ureigenen SPD-Themen. Der Landtagskandidat fordert Respekt der Generationen voreinander. Die Tagestour begann in Bad Kötzting. Dort ging es um Palliativ- und Hospizversorgung. In Bruck traf sich die SPD-Delegation mit Vertretern der Hausärzte und erfuhr, dass in den nächsten Jahren 35 Prozent der Mediziner in den Ruhestand gehen werden. In Teublitz diskutierten die Politiker mit Mitarbeitern amubulanter Pflegedienste.
Schwandorf
31.07.2018 - 13:58 Uhr
SPD fordert mehr Gerechtigkeit
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