16.12.2018 - 14:32 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Einem "starken Verband" treu

Schon während seiner Studentenzeit schließt sich Günter Schmid dem Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) an und kann heute auf eine 60-jährige Mitgliedschaft zurückblicken. Dies ist einen Dank wert.

Bezirksvorsitzende Ursula Schroll (rechts) und Kreisvorsitzende Maria Karg-Pirzer (links) zeichneten langjährige BLLV-Mitglieder aus. Darunter Rosemarie Rappl, Günter Schmid, Gundelinde Dettenhofer-Holler und Cornelia Jäger (sitzend von links).
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Den überbrachte BLLV-Bezirksvorsitzende Ursula Schroll bei einer Veranstaltung des Kreisverbandes Schwandorf für diese langjährige Treue. Urkunde, Nadel und Geschenk für 55-jährige Zugehörigkeit erhielt auch Rosemarie Rappl. Vor fünf Jahrzehnten traten Cornelia Jäger und Gundelinde Dettenhofer-Holler dem BLLV bei. Für 40-jährige Zugehörigkeit wurden Michael Winter, Robert Valenti, Gabriele Moser, Dagmar Schelzke-Balk, Christa Schwaiger und Margit Krämer geehrt. Eine Auszeichnung für 25 Jahre Treue erhielten die Verwaltungsangestellten Hedwig Bauer (Gerhardingerschule) und Roswitha Kille (Wackersdorf).

Die Rektorin der Kreuzbergschule, Maria Karg-Pirzer, ist seit 18 Jahren Vorsitzende des Kreisverbandes Schwandorf, seit 2002 im BLLV-Bezirksverband aktiv und seit sieben Jahren Personalratsvorsitzende am Schulamt Schwandorf. Ursula Schroll würdigte die Verdienste ihrer Stellvertreterin mit der Verleihung der goldenen Ehrennadel des Bezirksverbandes. 200 Männer haben vor 157 Jahren in Regensburg den Lehrerverein gegründet.

"Heute sind wir ein unglaublich starker Verband mit 60 000 Mitgliedern", betonte die Bezirksvorsitzende. Kritisch sieht sie die Wahl eines AfD-Abgeordneten zum Vorsitzenden des Bildungsausschusses. Besonders heikel deshalb, "weil Markus Bayerbach seit vielen Jahren BLLV-Mitglied ist". Eine Partei wie die AfD, die das Beamtentum abschaffen wolle und "Schulen gegen Rassismus" ablehne, rüttle an den Grundpfeilern der BLLV-Werte, so die Vorsitzende.

Als Rektorin an der Grund- und Mittelschule Mühlhausen (Kreis Neumarkt) fühlt sich Ursula Schroll von ihrem Dienstherrn "nicht genügend unterstützt". Von einer "ausreichenden Lehrerversorgung", wie sie das Kultusministerium propagiere, könne keine Rede sein. Die Verbandsvorsitzende wünscht sich mehr Anerkennung des Berufsstandes in der Öffentlichkeit: "Die Lehrer leisten ungemein wichtige Arbeit." Die Schule müsse auf die neuen Herausforderungen reagieren. "Die Aufgaben haben sich verlagert", sagt Ursula Schroll und nennt stellvertretend die Inklusion, Migration, Übergangs- und Ganztagesklassen, individuelle Förderung und die Digitalisierung. Die Verbandsvorsitzende wiederholte ihre Forderung nach einem "einheitlichen Eingangsamt in der Besoldungsstufe A 13 für die Lehrer aller Schularten."

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