19.03.2019 - 14:14 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Stau-Alternative auf Schienen

Die SPD setzt sich dafür ein, dass Klardorf wieder eine Bahnanbindung bekommt. Dafür haben die Mitglieder Unterschriften gesammelt. Bei der Übergabe an Marianne Schieder hoffen sie, dass ihr Anliegen auch in Berlin Gehör findet.

Der SPD-Ortsverein macht sich für einen Bahnanschluss des Ortsteils Klardorf stark. Dafür sammelten die Mitglieder Unterschriften und übergaben sie nun an Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder (Sechste von links).
von Gerd KühnerProfil

Unter dem Motto "Raus aus dem Stau - Rein in den Zug" startete der SPD-Ortsverein eine Unterschriftenaktion für eine Wiederaufnahme einer Bahnanbindung für den Ortsteil Klardorf. Aus dem südlichen Stadtteil erhielten die Sozialdemokraten großen Zuspruch aus der Bevölkerung: 532 Unterschriften wurden gesammelt. Diese übergaben die Mitglieder nun am ehemaligen Bahnhof Klardorf an die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder.

Ortsvorsitzender Andreas Weinmann freute sich, am Übergabetag zahlreiche Mitglieder begrüßen zu können. Sein besonderer Gruß galt der Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder, dem SPD-Kreisvorsitzenden Peter Wein, Altlandrat Hans Schuierer und dem Ortssprecher aus Bubach, Josef Damm, der die Unterschriftenaktion ebenfalls unterstütze.

Im Städtedreieck wird seit einiger Zeit die Einrichtung einer Stadtumlandbahn im Zuge eines Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) erfolgreich diskutiert. Wie Weinmann ausführte, finde auch die örtliche SPD, dass dies der richtige Weg sei. Der Schwandorfer Ortsteil leide unter gravierenden Mängeln im Anschluss an den Öffentlichen Personennahverkehr. Zum Beispiel müssen kilometerweite Wege zur nächstgelegenen Bushaltestelle zurückgelegt werden - speziell im Wohngebiet hinter der Bahn. Die Buslinie 41 zwischen Regensburg und Schwandorf sei für viele Pendler Richtung Regensburg nicht attraktiv. Die derzeitige Alternative sei der alltägliche Stau auf der A 93.

Züge mit kurzer Taktung und kurzen Fahrzeiten nach Schwandorf und Regensburg wären hier nach Ansicht der Sozialdemokraten ohne Zweifel viel reizvoller. Deshalb unterstütze die SPD die Forderung des Städtedreiecks und fordere ihrerseits, die Planungen gegebenenfalls bis nach Schwandorf auszuweiten. Eine Umsetzung sei unabhängig von der geplanten Elektrifizierung der Bahntrasse Regensburg-Hof jederzeit umsetzbar. Klardorf, Zielheim und nicht zuletzt die Umwelt würden von einem eigenen Haltepunkt beim alten Bahnhof in Klardorf nur profitieren, betonte Weinmann. Der Weg zu einer erfolgreichen Umsetzung sei aber sicher noch weit - und es seien noch viele Hindernisse aus dem Weg zu schaffen.

Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder dankte dem SPD-Ortsverein für dessen Engagement für eine Bahnanbindung in Klardorf, da die Verkehrsprobleme stetig zunehmen. Man müsse die Zeit nutzen und solche Projekte vorantreiben, die den Straßenverkehr entlasten können, hob sie hervor. Schieder versicherte den Anwesenden und dem Ortsvorsitzenden Andreas Weinmann, das Vorhaben zu unterstützen und nahm das Ergebnis der Unterschriftenaktion entgegen, um es an die zuständigen Behörden weiterzuleiten.

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