17.11.2019 - 10:10 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Stefan Mickisch: Erster Auftritt mit sieben Jahren

Stefan Mickisch lässt bei einer Veranstaltung in Schwandorf seine Karriere Revue passieren. Zum seinem Jubiläum, 50 Jahre auf der Bühne, tritt er in seiner Villa auf.

Pianist Stefan Mickisch zeigte den Zuhörern die Strickweste, die er bei seinem ersten Auftritt vor 50 Jahren trug. Am Freitag eröffnete er in seiner Villa die Veranstaltungsreihe zum Bühnenjubiläum.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Am 29. Oktober 1969 trat Pianist Stefan Mickisch erstmals öffentlich auf. Es war im Gaubaldhaus in Waldmünchen, dem Wohnort seiner Großeltern. Der Siebenjährige trug damals eine graue Strickweste, die bis heute erhalten geblieben ist. Stefan Mickisch zeigte sie den Besuchern beim Konzert am Freitag in seiner Villa in Kronstetten, dem Schauplatz von zehn Veranstaltungen zum 50-jährigen Bühnenjubiläum des Künstlers.

Den Auftakt bestritt der Gastgeber mit einem Gesprächskonzert über die "Meistersinger von Nürnberg". Über einen roten Teppich gelangten die Gäste ins Foyer des Hauses. Dort steht der Konzert-Flügel D-274, das Flaggschiff des Herstellers "Steinway & Sons". Die Klangfülle des 2,74 Meter langen, 1,57 Meter breiten und 500 Kilogramm schweren Instruments ist beeindruckend. Der "Maserati unter den Konzert-Flügeln", wie Stefan Mickisch das 170 000 Euro teure Stück nennt, kommt seinen technischen Fertigkeiten zugute. Für Stefan Mickisch ist die Intensität des Tastenanschlags entscheidend.

"Warum suchen Sie sich ausgerechnet Richard Wagner aus?", fragte ihn einst sein Klavierlehrer, "mit dem können Sie doch kein Geld verdienen". Aber Stefan Mickisch hatte zu diesem Zeitpunkt seine Leidenschaft für den Komponisten längst entdeckt. Vor allem von der Oper "Die Meistersinger von Nürnberg" ist Stefan Mickisch begeistert. Sie stellte er am Freitag auch den über 100 Besuchern in seiner Villa in einem Gesprächskonzert vor.

Der Künstler nutzte das Konzert auch für persönliche Erinnerungen an seine Familie und spannte den Bogen in die Gegenwart. Stefan Mickisch bat seine Frau Karla nach vorne und gestand die Zuhörern: "Ohne sie würde ich heute nicht hier stehen." Der Künstler philosophiert, interpretiert und globalisiert. Im Mittelpunkt aber steht "der geniale Überschwang von Wagners Musik, von anmutig bis bombastisch". Dazwischen gibt Mickisch einen Einblick in die Harmonielehre und Tonarten von "von sechs Kreuz über sechs b bis C-Dur". Ehefrau Karla hatte als Geschenk eine Bildcollage "50 Jahre Bühnenjubiläum" vorbereitet.

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