26.05.2019 - 23:13 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Straubing baut Verbrennungsanlage

Die Straubinger haben eine große Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in ihrer Stadt befürwortet. ZMS und ZTKS haben nun möglicherweise eine Sorge weniger.

Die Reste aus der Schwandorfer Klärschlamm-Trocknung sollen in einer Monoverbrennungsanlage entsorgt werden. In Straubing wird
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Die Straubinger haben eine große Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage in ihrer Stadt befürwortet. Mit der Anlage in Straubing haben die Zweckverbände für thermische Klärschlammverwertung Schwandorf (ZTKS) und Müllverwertung Schwandorf (ZMS) möglicherweise eine Sorge weniger.

Denn bislang fehlte es noch an einer geeigneten Entsorgungsmöglichkeit für das Schlammsubstrat, das nach der Trocknung in der Dachelhofener Anlage übrig bleibt. Das sind rund 12 000 Tonnen pro Jahr. Für die kommenden Jahre kann das Material noch in einem Zementwerk verbrannt werden. Wenn dann die Phosphat-Rückgewinnung aus dem Klärschlamm Pflicht wird, ist es damit vorbei. Für den "Abfall" Trockensubstrat ist der ZMS zuständig.

Der hatte in der Vergangenheit bereits mit den Verantwortlichen in Straubing Verhandlungen geführt, die aber bis zum Bürgerentscheid ausgesetzt wurden. Der Straubinger Stadtrat hatte im Dezember 2018 ein Ratsbegehren auf den Weg gebracht. Am Sonntag stimmten nun gut 61 Prozent der Straubinger dafür, dass eine Monoverbrennungsanlage mit einer Kapazität von etwa 40 000 Tonnen Trockensubstanz gebaut wird. "Das ist eine erfreuliche Entscheidung", sagte Landrat und ZMS-Vorsitzender Thomas Ebeling am Sonntagabend den Oberpfalz-Medien. Damit könnten die Verhandlungen mit den Partnern fortgeführt werden. "Wir brauchen eine schnelle Lösung", sagte Ebeling. Deshalb habe sich der ZMS schon früh für Verhandlungen mit den Partnern in Straubing an einen Tisch gesetzt, weil dort die Planungen schon relativ weit gediehen sind. Für Straubings OB Markus Pannermayr, stellvertretender ZMS-Verbandsvorsitzender, zeigt der Bürgerentscheid trotz der "komplexen und vielschichtigen Fragestellung" ein "sehr klares Bild von der Haltung der Straubinger".

Die Anlage baut die städtische Tochter SER (Straubinger Entwässerung und Reinigung) GmbH als Juniorpartner mit der Bayernwerk Natur GmbH. Ob der ZMS als Partner in diese Firmen-Konstruktion mit einsteigt, ist noch offen.

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