Der Freistaat macht den Geldbeutel auf. Über 56 Millionen Euro fließen als Schlüsselzuweisungen in den Landkreis. Das teilten die Abgeordneten Alexander Flierl (CSU) und Joachim Hanisch (Freie Wähler) am Donnerstag mit. 25 116 436 Euro erhält der Landkreis Das sind knapp 2,5 Millionen mehr als 2018. Der Restbetrag, 30 939 616 Euro, geht an 30 Landkreisgemeinden. 30 deshalb, weil drei, wie schon im Vorjahr, finanziell bestens dastehen. Das sind Neunburg vorm Wald, Stulln und Wackersdorf. Und darauf ist einer stolz.
Stullns Bürgermeister Hans Prechtl empfindet es als Auszeichnung, dass seine Gemeinde im Konzert der Finanzstarken mitmischt. "Jeder freut sich zwar, wenn er Geld bekommt", aber hier müsse man auch hinter die Zahlen blicken, erklärt Prechtl "In einem Zug mit den Wirtschaftsstandorten Neunburg vorm Wald und Wackersdorf genannt zu werden, ist ja auch ein Gradmesser für Erfolg".
Obwohl sich die Schlüsselzuweisungen heuer im Vergleich zu 2018 nur um 735 240 erhöhen, gibt es zum Teil deutliche Verschiebungen unter den Gemeinden. Als "besonders bedürftig" fällt Wernberg-Köblitz auf. Der Zuschuss erhöht sich von 136 636 auf sage und schreibe 632 960 Euro. Gut dabei ist Fensterbach mit einem Anstieg um 184,66 Prozent auf 62 284 (2019). Deutlich mehr Geld, 67,20 Prozent, streicht Nittenau ein, in absoluten Zahlen ausgedrückt 2 189 500 Euro.
Die Steuerkraft gestiegen ist in Bodenwöhr. Parallel dazu sinken die Zuschüsse um 79 Prozent. Der Betrag reduziert sich von 586 324 auf 123 132 Euro. Bruck erhält fast 66 Prozent weniger, 148 292 Euro überweist der Freistaat. Stadlern macht ebenfalls eine Entwicklung hin zu mehr eigenen Steuereinnahmen. Um 42 Prozent reduziert der Staat seine Finanzspritze auf 198 084 Euro. Grundlage für die Zuweisungen sind die Steuereinnahmen der Gemeinden im Jahr 2017. Der Freistaat stellt laut Flierl heuer Kommunen so viel Geld zur Verfügung wie noch nie.



















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