17.03.2019 - 20:38 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Täglich 80 000 Euro für Schulen

Für ihre Schulen nimmt der Landkreis jede Menge Geld in die Hand. Kämmerer Michael Neckermann berichtet von insgesamt nahezu 29 Millionen Euro in diesem Jahr - täglich annähernd 80 000 Euro.

Für die Erweiterung, den Umbau und die Sanierung des Berufsschulzentrums investiert der Landkreis alleine in diesem Jahr 3,91 Millionen Euro.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Den Landkreis-Haushalt mit Rekordwerten skizzierte Kämmerer Michael Neckermann bereits in der Kreistagssitzung. Im Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur wartete er erneut mit beeindruckenden Zahlen auf.

Insgesamt belaufen sich die Ausgaben für das Jahr 2019 auf knapp 29 Millionen Euro. Die Ausgaben sind seit 2013 um 25 Prozent gestiegen, obwohl die Schülerzahlen um 10,2 Prozent (oder 1088 in absoluten Zahlen) im selben Zeitraum zurückgegangen sind. Das Geld fließt vor allem in den Bauunterhalt, in Bauinvestitionen, die Personalkosten, die Schülerbeförderung und in das Budget, das den Schulleitern zur Verfügung gestellt wird.

Einen großen Anteil der Ausgaben machen die Bauinvestitionen aus: 9,21 Millionen Euro. Das sind fast 75 Prozent der Hochbauinvestitionen des Landkreises. Alleine die Erweiterung, der Umbau und die Sanierung des Berufsschulzentrums Schwandorf verschlingt in diesem Jahr 3,91 Millionen Euro. Die Generalsanierung der Realschule Burglengenfeld schlägt mit 2,90 Millionen Euro zu Buche, die Modernisierung der Realschule Nabburg mit 1,1 Millionen Euro. Neckermann erklärte: "Seit Jahren investieren wir Rekordsummen in unsere Schulgebäude, vermeiden zum siebten Mal in Folge eine Verschuldung und senken zum fünften Mal nacheinander den Hebesatz zur Kreisumlage."

Natürlich empfahlen die Ausschussmitglieder dem Kreistag die vorgesehenen Mittel in den Haushaltsplan 2019 einzuplanen. Kreisrat Josef Fischer (FWG) brachte es auf den Punkt: "Einen besser gestrickten Haushalt könnte es nicht geben." Das Zahlenwerk garnierte der Kämmerer mit einigen interessanten Fakten und Statistiken rund um die Schulen im Landkreis:

Tendenziell ist die Zahl der Schulanfänger von Jahr zu Jahr gesunken. Erfreulich ist, dass nun zum dritten Mal wieder mehr Kinder eingeschult wurden (2016/2017: 1164; 2017/2018: 1198 und 2018/2019: 1206). Zum Vergleich: Im Schuljahr 2007/2008 waren es noch 1490.

Die Schülerzahlen an Grund- und Mittelschulen sind insgesamt relativ konstant. Von 2012/2013 bis heute fielen sie um 245 auf 7478.

An den landkreiseigenen Schulen werden die Schüler von Jahr zu Jahr weniger. Im Zeitraum von 2012/2013 bis zum aktuellen Schuljahr sind die Schülerzahlen an den Realschulen von 2715 auf 2229 gesunken, an den Gymnasien von 3958 auf 3360, an den Mittelschulen von 3958 auf 3360. Auffällig ist vor allem der Schülerrückgang an der Realschule Neunburg vorm Wald: Seit dem Schuljahr 2016/2017 gibt es in Waldmünchen eine neue zweizügige Realschule, die offenbar großen Einfluss auf die Schülerzahlen der Realschule in Neunburg hat.

An der Berufsschule Schwandorf gehen sowohl die Schüler in den Integrationsklassen (aktuell 188; im Vorjahr waren es 213) wie auch die "Stamm"-Schülerzahlen (aktuell 1776, im Vorjahr 1828) zurück. An der Berufsschule Nabburg gab es im vergangenen Schuljahr nur ein Zwischenhoch (571) und in diesem Schuljahr so wenig Schüler wie noch nie (551).

Die "grünen Berufe" boomen seit Jahren und auch in diesem Schuljahr kamen wieder mehr Schüler an die Berufsschule Neunburg. Der Zuwachs von zwölf Prozent war der höchste seit Jahren.

Seit Jahren den höchsten Gastschüleranteil verzeichnet das Gymnasium Nittenau - über 45 Prozent. Die meisten kommen aus dem Landkreis und der Stadt Regensburg (133) sowie dem Landkreis Cham (122).

Der Landkreis-Haushalt im Überblick

Schwandorf
  • Tendenziell ist die Zahl der Schulanfänger von Jahr zu Jahr gesunken. Erfreulich ist, dass nun zum dritten Mal wieder mehr Kinder eingeschult wurden (2016/2017: 1164; 2017/2018: 1198 und 2018/2019: 1206). Zum Vergleich: Im Schuljahr 2007/2008 waren es noch 1490.
  • Die Schülerzahlen an Grund- und Mittelschulen sind insgesamt konstant. Von 2012/2013 bis heute fielen sie um 245 auf 7478.
  • An den landkreiseigenen Schulen werden die Schüler von Jahr zu Jahr weniger. Im Zeitraum von 2012/2013 bis zum aktuellen Schuljahr sind die Schülerzahlen an den Realschulen von 2715 auf 2229 gesunken, an den Gymnasien von 3958 auf 3360, an den Mittelschulen von 3958 auf 3360. Auffällig ist vor allem Schülerückgang an der Realschule Neunburg vorm Wald: Seit dem Schuljahr 2016/2017 gibt es in Waldmünchen eine neue zweizügige Realschule, die offenbar großen Einfluss auf die Schülerzahlen unserer Realschule in Neunburg hat.
  • An der Berufsschule Schwandorf gehen sowohl die Schüler in den Integrationsklassen (aktuell 188; im Vorjahr waren es 213) wie auch die "Stamm"-Schülerzahlen (aktuell 1776, im Vorjahr waren es 1828) zurück. An der Berufsschule Nabburg gab es im vergangenen Schuljahr nur ein Zwischenhoch (571) und in diesem Schuljahr so wenig Schüler wie noch nie (551).
  • Die „grünen Berufe“ boomen seit Jahren und auch in diesem Schuljahr kamen wieder mehr Schüler an die Berufsschule Neunburg. Der Zuwachs von zwölf Prozent war der höchste seit Jahren.
  • Seit Jahren den höchsten Gastschüleranteil verzeichnet das Gymnasium Nittenau – über 45 Prozent. Die meisten kommen aus dem Landkreis und der Stadt Regensburg (133) sowie dem Landkreis Cham (122).

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