Schwandorf
01.06.2023 - 11:41 Uhr

Türkisch-islamischer Kulturverein feiert Integrationsfest in Schwandorf

Die Muslime knien sich zum Gebet auf den Teppichboden. Sprecher Mustafa Eraslan (links) erläuterte den Besuchern die Riten in der Moschee. Bild: Hirsch
Die Muslime knien sich zum Gebet auf den Teppichboden. Sprecher Mustafa Eraslan (links) erläuterte den Besuchern die Riten in der Moschee.

Der türkisch-islamische Kulturverein Schwandorf ist in das gesellschaftliche und sportliche Leben der Stadt integriert. „Ihr gehört zu uns“, versicherte zweiter Bürgermeister Andreas Wopperer den Muslimen beim Besuch des Integrationsfestes. Einmal im Jahr lädt die türkisch-islamische Gemeinde die Bevölkerung zum Tag der offenen Tür ein und bewirtet sie mit traditioneller türkischer Küche. Der Verein besteht seit 1987 und zählt 220 Mitglieder. Vorsitzender Mustafa Eraslan und sein Sohn Ferdi hießen die Besucher am Wochenende zum Familienfest auf dem Gelände an der Max-Plank-Straße willkommen und betonten: „Wir sind in Schwandorf gut unterwegs.“ Der Verein beteilige sich am Aktionstag „Ein Topf für die Welt“, an Schul- und Bürgerfesten und am Vereinsleben der Stadt, so Ferdi Eraslan. Religionslehrerin Hülya Ertürk begrüßte die Gäste im Gebetshaus mit dem Friedensgruß „Salam aleikum“. In der Moschee finden sich die Mitglieder regelmäßig zum Gebet ein. Auffallend: Es fehlen Bänke und Bilder, stattdessen ziert arabische Kalligraphie die Wände. Die Gläubigen knien zum Gebet nieder und berühren mit dem Gesicht den Teppichboden. „Aus hygienischen Gründen ziehen wir deshalb die Schuhe aus“, erklärt Hülya Ertürk. Das öffentliche Bekenntnis zu Allah, Gebet und Fasten, Almosen für die Armen und Wallfahrten nach Mekka zählen zu den Pflichten eines gläubigen Muslims. Im Gegensatz zum Christentum kenne der Islam aber keine Beichte.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.