20.03.2020 - 14:16 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Über 60 Prozent in den Schwandorfer Dörfern

In den Ortsteilen Neukirchen, Gögglbach, Naabsiegenhofen und Haselbach ist der politische Himmel schon immer weiß-blau. Auch am letzten Sonntag schießt die CSU in den dortigen Wahllokalen auf 60 Prozent und mehr der Stimmen hoch.

Mit der Auszählung der OB-Wahl begann der Marathon für die Wahlhelfer.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Grob geschätzt hat etwas mehr jeder dritte Schwandorfer bei der Wahl zum Stadtrat sein Kreuz bei der CSU gemacht (alle folgenden Zahlen aus Gründen der Lesbarkeit gerundet). Es gibt aber zahlreiche Wahllokale, in denen das CSU-Gesamtergebnis von 38 Prozent zum Teil deutlich übertroffen wurde. Von den vier Dörfern im Süden und Südwesten der Stadt war schon die Rede, wo die Christsozialen ein Spitzenergebnis von 64 Prozent erreicht haben. Auch in Klardorf (Wahllokal Schule) und Büchelkühn (Feuerwehrgerätehaus) liegen die Anteile bei 50 Prozent und darüber. In der Innenstadt tut sich die Partei hingegen härter, kommt in einem der drei Wahllokale im Gymnasium sogar nur auf 22 Prozent.

Dort ist zum Beispiel die SPD recht stark. Im gleichen Wahllokal sahnten nämlich die Sozialdemokraten mit 31 Prozent die meisten Stimmen ab. Die dortige Urne ist eine von zweien, in denen am Ende mehr SPD- als CSU-Kreuze zu finden waren. Die andere Urne stand im Gasthof Obermeier in Klardorf: 35 Prozent für die SPD, knapp 34 für die CSU. Im Durchschnitt hat die SPD in Schwandorf knapp 21 Prozent erhalten.

Natürlich gibt es auch bei der drittstärksten Kraft in der Stadt, den UW (10 Prozent), Ausreißer nach oben und unten. Im Wahllokal Fronberg-Grundschule 2 fuhren die Unabhängigen mit 14 Prozent ihr bestes Ergebnis ein, in der Kreuzbergschule mit 3 Prozent ihr schlechtestes.

Erstaunlich gut hat in manchen Wahllokalen die AfD (9 Prozent) abgeschnitten. Im städtischen Bauhof, wo man seine Stimme abgeben konnte, zeigten 21 Prozent ihre Sympathie mit den ganz Rechten; auch „Lindenschule 2“ scheint eine Hochburg der Partei zu sein, dort hat sie 19 Prozent erlangt. Vergleichsweise wenig wissen wollte man von der AfD in der Schule in Klardorf (4 Prozent).

Mit einen Endergebnis von 7 Prozent landeten die Grünen bei der Stadtratswahl auf Platz fünf. Im Wahlbezirk Elisabethenheim und Konrad-Max-Kunz-Realschule waren es sogar 13 Prozent. Die Freien Wähler landeten bei 6 Prozent und schnitten in „Lindenschule 3“ mit 11 Prozent besonders gut ab. Die ÖDP schließlich toppte ihren 5-Prozent-Durchschnitt besonders eindrücklich im Wahllokal im THW-Gebäude (9 Prozent).

Der Rest der Parteien und Gruppierungen läuft stimmenmäßig unter „ferner liefen“, wobei die FDP auf 2 Prozent in einem der drei Wahllokale im Gymnasium verweisen könnte, die CWG auf 4 Prozent in Kreith/Irlaching und die Linke auf 6 Prozent in der Kreuzbergschule. Dafür waren die Linken aber auch die einzigen, die in vier Dörfern überhaupt keine Stimme erhielten – den gleichen, in denen die CSU triumphierte (siehe oben).

Es gibt auch einen „Stadtrat der Herzen“ – Christian Eimer. Der CSU-Rat hatte sich auf den 30., also den letzten Platz seiner Parteiliste setzen lassen und machte am Sonntag einen gewaltigen Sprung nach vorne: Auf Platz 4. Das hat ihm keiner nachgemacht.

Christian Eimer (CSU) schaffte den größten Sprung nach vorne unter allen Kandidaten
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