05.04.2021 - 11:11 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Vorzeigeprojekt: Digitale Streckenlisten des Bayerischen Jagdverbandes

Digitalisierung im Jagdbetrieb: Die 18 Hegegemeinschaften im Landkreis Schwandorf erfassen ihre Streckenlisten nun digital und geben die Abschüsse und die im Verkehr getöteten Tiere tagesaktuell am Landratsamt weiter.

Die Jagd des Wildes erfolgt weiter analog, die Meldung der geschossenen Tiere aber digital.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Im Landkreis Schwandorf kehrt die Digitalisierung nun auch im Jagdbetrieb ein: Die Revierinhaber melden die Streckenlisten digital an die „Untere Jagdbehörde“ am Landratsamt. Sie gibt tagesaktuell die Abschusszahlen an den Bayerischen Jagdverband weiter. Die beiden Meldestellen vernetzen sich nun und starten ein Pilotprojekt.

„Das Vorzeigeprojekt ist ein Meilenstein für die Jäger im Landkreis Schwandorf“, betonte das Vorstandsmitglied des Bayerischen Jagdverbandes, Robert Pollner, bei der Online-Präsentation. Dieser Meinung ist auch BJV-Bezirksvorsitzender Alexander Flierl, der in der digitalen Datenübertragung „einen großen Gewinn für die Behörde und die Jäger“ sieht. Streckenlisten weiter zu geben, sei auch in Zukunft unverzichtbar.

Die zuständige Abteilungsleiterin am Landratsamt, Viktoria Schmalhofer, erläuterte das Neue am Meldeverfahren. Die 18 Hegegemeinschaften im Landkreis erfassen ihre Streckenlisten und geben die Abschüsse und die im Verkehr getöteten Tiere tagesaktuell an das Landratsamt weiter. Bisher fehlte an der „Unteren Naturschutzbehörde“ die Schnittstelle mit dem Bayerischen Jagdverband. Mit der neu entwickelten Software „Jagd online“ wird diese Lücke nun geschlossen. Nach einer Erprobungsphase soll das Pilotprojekt zur Regel werden, so die Leiterin der Abteilung „Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Verbraucherschutz und Veterinäramt“. Die Jäger bekommen einen Zugangscode und geben die Daten ein, auf die sowohl das Landratsamt als auch der Bayerische Jagdverband Zugriff haben. Das vermeide einen unnötigen Mehraufwand, so Schmalhofer.

Die Behördenmitarbeiterin Katharina Busch und der Vertreter von „BJV digital“, Josef Weig, stellten bei der Videokonferenz die Liste vor, in die die Jäger ab 1. Mai die erlegten Wildarten eintragen sollen. Auf der Homepage www.bjvdigital.de können die Revierinhaber die Streckenliste verwalten und aktualisieren. „Damit beweist der Verband seine zukunftsorientierte und anwenderfreundliche Ausrichtung für die Jagd“, betonte BJV-Präsident Ernst Weidenbusch im Gespräch mit Landrat Thomas Ebeling. „BJV digital“ sei „eine smarte Unterstützung der Jagdpraxis, die immer mehr Jäger zu schätzen wissen“. Die ausgeklügelte Nutzung der Daten verringere Mehrfachaufwände für die Jäger und unterstütze die „Untere Jagdbehörde“ bei der Umsetzung der Abschussplanerfüllung.

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