23.03.2020 - 13:33 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Wegen Coronavirus: Schwandorfer Notaufnahme mit neuem Vorbau

Das Krankenhaus hat den überdachten Vorplatz der Notaufnahme vom THW in einen geschlossenen Raum umwandeln lassen. "Damit bereiten wir uns weiter auf eine steigende Anzahl von CoVid-19-Patienten vor", heißt es es in einer Mitteilung.

Mit einer improvisierten Behandlungshalle vor der Zentralen Notaufnahme bereitet sich das Krankenhaus St. Barbara auf eine steigende Anzahl von CoVid-19-Patienten vor.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Um die organisatorischen Abläufe an die steigende Anzahl von CoVid-19-Patienten anpassen zu können, unterstützte das THW Schwandorf am Samstag das Krankenhaus St. Barbara Schwandorf bei Umbauarbeiten für eine Behandlungshalle vor der zentralen Notaufnahme. Laut Martin Liebl, den Ortsgruppen-Beauftragten des Schwandorfer Technischen Hilfswerks, gab es am Donnerstag vergangener Woche eine entsprechende Anfrage von Dr. Jochen Spieß, dem Ärztlicher Leiter der zentralen Notaufnahme am Krankenhaus St. Barbara.

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Konzertierte Aktion am Samstag

Bereits am Freitag war Liebl vor Ort, um sich die räumliche Situation vor der Notaufnahme anzusehen und das Vorgehen zu besprechen. Samstag Vormittag ist dann das THW Schwandorf mit 35 Helfern angerückt, um den Vorbau hochzuziehen. "Wir haben dazu OSB-Platten genommen, also Grobspanplatten, genommen, um die Wände zu errichten." Bauzaun-Elemente im Inneren des neuen Raumes dienten für dessen flexible Unterteilung. Seit Samstag Abend stehe nun die kleine Halle bereit.

"Mit dieser Maßnahme bereiten wir uns weiter auf eine steigende Anzahl von CoVid-19-Patienten vor", erläuterte Krankenhaus-Pressesprecherin Caroline Kappes. Um die organisatorischen Abläufe anzupassen, wurden die Umbauarbeiten für eine Behandlungshalle vor der Zentralen Notaufnahme in die Wege geleitet. Federführend habe das THW Schwandorf die Arbeiten übernommen. Mittels Trockenbauweise entstand ein 100 Quadratmeter großer Bereich, um Patienten in Empfang zu nehmen. Dr. Jochen Spieß habe diese Baumaßnahme mitgeplant.

Beheizbar und gut zu beleuchten

"Wir haben hier mit Hilfe durch das THW einen geschützten Raum geschaffen, der nicht nur vor Wind und Wetter schützt, sondern sogar beheizbar und sehr gut zu beleuchten ist", so Kappes. Der Vorplatz, der jetzt eine jetzt eine Behandlungshalle ist, ist rund vier Meter hoch. "Dieser Vorraum dient in den nächsten Wochen dazu CoVid-19-Verdachtsfälle und andere Erkrankte von einander zu trennen, um weitere Infektionen zu vermeiden."

Das Technische Hilfswerk Schwandorf, das seine Aktion auf seiner Homepage und auf Facebook gut dokumentiert hat, hat dafür viel Zustimmung erhalten. Der Schwandorfer Facebook-Nutzer Ali Cakmak drückte es am schönsten aus: "Danke an alle Helfer und Ärzte, die in dieser schweren Zeit für uns Bürger da sind. Mit einem Danke ist es gar nicht getan - das, was Ihr leistet, ist großartig."

Wir haben den Vorbau innerhalb von zwei Tagen geplant und errichtet.

Martin Liebl, THW-Ortsbeauftragter Schwandorf

Martin Liebl, THW-Ortsbeauftragter Schwandorf

Mittels Trockenbauweise entstand ein 100 Quadratmeter großer Bereich, um Patienten in Empfang zu nehmen.
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