12.05.2019 - 10:52 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Wenig Futter: Verhaltene Nachfrage nach Zuchtrindern

Versteigerung in der Naabhalle: Geringe Vorräte lassen Landwirte vorsichtig agieren - Nur 40 Jungkühe aufgetrieben - Preise konstant

von Externer BeitragProfil

Die zurückliegende Zuchtviehauktion des Rinderzuchtverbandes Oberpfalz am Mittwoch in der Naabhalle war geprägt von einer verhaltenen Nachfrage nach Zuchtrindern. Nach wie vor bereiten die zu geringen Niederschläge vielen Betrieben große Sorgen.

Der teilweise schwache Aufwuchs auf den Wiesen und die nur mehr knapp vorhandenen Futtervorräte schrecken viele Betriebe ab, eigentlich notwendige Bestandsergänzungen durchzuführen. Die beim Zuchtviehmarkt angebotenen Tiere konnte trotz dieser Hindernisse nahezu vollständig abgesetzt werden. Das teilte der Zuchtverband mit.

Bei den Zuchtbullen wurden diesmal 15 hoffnungsvolle Jungbullen mit durchwegs sehr guter Qualität angeboten. Lediglich ein Bulle erfüllte die Voraussetzungen für den Einsatz in der Besamung und wurde zum Prüfeinsatz von der Besamungsstationen Neustadt an der Aisch erworben. In den Natursprung konnten weitere neun sehr gut entwickelte Jungbullen verkauft werden.

Mit lediglich 40 aufgetriebenen frischmelkenden Jungkühen, 8 Kühen mit mehreren Kalbungen und 5 Kalbinnen war die Auktion mit weiblichen Großtieren diesmal etwas schwächer beschickt. Die angebotenen Tiere überzeugten mit guter Qualität und sehr hoher Milchleistung. Wegen der Futter-Situation verlief die Versteigerung von Beginn an nur zögerlich. Die Käufer legten größten Wert auf die funktionalen Merkmale der Tiere. Am Schluss der Auktion errechnete sich bei den Jungkühen mit 1581 Euro ein Durchschnittspreis, der nahezu dem Erlös des Vormonats entsprach. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung der Jungkühe lag diesmal bei sehr hohen 30,8 Kilogramm.

Die Auktion der weiblichen Zuchtkälber war mit 97 angebotenen Tieren diesmal deutlich schwächer beschickt. Ausnahmslos alle angebotenen weiblichen Zuchtkälber konnten abgesetzt werden. Die erzielbaren Erlöse zogen etwas an. Am Schluss der Versteigerung errechnete sich mit 322 Euro ein Durchschnittspreis, der um 17 Euro höher lag als bei der Auktion im April. Gefragt waren Tiere mit guter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.

Die Versteigerung der männlichen Nutzkälber am vergangenen Montag war geprägt von guter Nachfrage mit ansprechenden Preisen. Bei einem Durchschnittsgewicht von 91 Kilogarmm wurde ein Erlös von 5,15 Euro (netto) je Kilogramm Lebendgewicht erzielt. Für ein männliches Kalb mussten die Käufer somit durchschnittlich 468 Euro (netto) anlegen.

Der nächste Zuchtviehmarkt - für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber - findet in Schwandorf am Mittwoch, 5. Juni statt. Termine der Nutzkälbermärkte in der Naabhalle sind jeweils montags am 20. Mai, 3. und 17. Juni.

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