10.10.2019 - 09:46 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Zukunft des Sports in Schwandorf

Der Traditionsverein FC Schwandorf und der SC Ettmannsdorf lösen sich auf - und wollen künftig gemeinsame Sache machen. Doch vor der Fusion müssen noch einige Hürden gemeistert werden.

von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Sein Vater war Gründungsmitglied der Tennisabteilung des FC Schwandorf. „Ich bin auf dem Tennisplatz groß geworden“, erzählt Reinhard Mieschala, der aktiver Spieler, zweiter Spartenleiter und Jugendwart war. Seit 2013 führt der 72-jährige den Hauptverein des FC Schwandorf, der auf eine 106-jährige Geschichte zurückblickt.

Ära geht zu Ende

Doch die Ära des Schwandorfer Traditionsvereins geht nächstes Jahr zu Ende. Im Herbst 2020, so rechnet Mieschala, werden sich der FC Schwandorf und der SC Ettmannsdorf auflösen und in einen Verein mit neuem Namen übergehen. Die Weichen dazu haben die Mitglieder beider Vereine in getrennten Versammlungen gestellt, indem sie die Verantwortlichen mit Fusionsgesprächen beauftragten.

„Es geht um die Zukunft des Sports in der Stadt Schwandorf“, gibt Reinhard Mieschala zu verstehen. Die Schmerzgrenze sei für die beiden Patenvereine in unmittelbarer Nachbarschaft erreicht.

Kräfte bündeln

Nun gehe es darum, die Kräfte zu bündeln und an einem Strang zu ziehen. Doch vor der Fusion sind noch einige Hürden zu nehmen. Das 43000 Quadratmeter große Gelände, das der FC Schwandorf gepachtet hat, gehört der Bundesbahn. Die Vermögensverwaltung des Eigentümers erstellt gerade ein Gutachten über den Wert des Areals. Wenn das vorliegt, will der FC Schwandorf versuchen, es zu kaufen. Denn nur auf einem eigenen Gelände könne sich der neue Verein ausbreiten, so der FC-Vorsitzende. Weil die Plätze in einem Hochwasserschutzgebiet liegen, kommen sie für eine Wohnbebauung nicht in Frage. Dies erleichtert dem FC Schwandorf die Preisverhandlungen.

Neuer Name gesucht

Im Hintergrund laufen derzeit auch Gespräche darüber, wie das gesamte Sportgelände in Zukunft aufgeteilt werden soll. „Der Nutzungsplan der Sportplätze und der Sportheime wird Bestandteil der Fusion sein“, erklärt Reinhard Mieschala. Worüber man derzeit ebenfalls nachdenkt, ist der Name des neu zu gründenden Vereins. „Er wird weder FC Schwandorf noch SC Ettmannsdorf heißen“, sind sich beide Seiten im Klaren. Zur Unterstützung zogen die Vereinsvertreter externe Berater hinzu. Die Kosten dafür übernahm die Stadt Schwandorf im Rahmen der Sportförderung.

Größere Einheit

Reinhard Mieschala geht davon aus, dass der neue Verein rund 1400 Mitglieder haben wird. „Die Abteilungen können sich breiter aufstellen, die räumlichen und personellen Synergien nutzen, leichter Sponsoren gewinnen und an ihren sportlichen Perspektive arbeiten“, nennt Reinhard Mieschala die Vorteile einer größeren Einheit.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.