23.02.2021 - 12:55 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Zusätzlichen Raumbedarf im Rathaus im Frage gestellt

Die Mitarbeiter des Tourismusbüros und des Kulturamtes wollen in ein ehemaliges Bankgebäude in der Friedrich-Ebert-Straße umziehen. Die Stadträte wundern sich über diese Pläne.

In dieses historische Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße wird im Parterre das Tourismusbüro und im Obergeschoss das Kulturamt der Stadt einziehen.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die Umzugspläne für das Tourismusbüro und das Kulturamt in die Friedrich-Ebert-Straße waren Thema in der Stadtratssitzung am Montag. Der Grund über die Verwunderung im Gremium: Der Stadtrat hatte erst kürzlich die Erweiterung des Rathauses beschlossen.

Weichenstellung zur Rathauserweiterung

Schwandorf

In der Friedrich-Ebert-Straße 31 war früher eine Filiale der Dresdner Bank untergebracht. Die Eigentümerin, die „Schmidt-Grundstückverwaltung GmbH“, will das Haus auf eigene Kosten umbauen, wenn die Stadt einen zehnjährigen Mietvertrag unterschreibt. Im Parterre soll die Tourist-Information einziehen, im Obergeschoss das Kulturamt. Der Vertreter eines ortsansässigen Architekturbüros stellte die Pläne bei der Stadtratssitzung am Montag in der Oberpfalzhalle vor. Die Mitglieder des Gremiums waren allesamt beeindruckt.

Mehr Platz gefordert

Doch die Sache hat einen Haken. Erst im November beschloss der Stadtrat eine Aufstockung des Rathauses. Oberbürgermeister Andreas Feller hatte mehr Platz für seine wachsende Belegschaft gefordert. Eine Erweiterung sei kostengünstiger als eine Auslagerung, hieß es damals.

Die Fraktionssprecher wunderten sich deshalb über den plötzlichen Sinneswandel und fragten kritisch nach. Sie wollten Näheres zu den Kosten für den Umzug und die Nachfolgenutzung der frei werdenden Räume im Pfleghof und im Rathaus wissen. Als die Antworten ausblieben, stellte UW-Sprecher Kurt Mieschala den zusätzlichen Raumbedarf im Rathaus in Frage und beantragte die Rücknahme des Erweiterungsbeschlusses. Sein Antrag scheiterte aber mit 15:16 Stimmen denkbar knapp.

"Eine große Chance"

Der Umzug des Tourismusbüros und des Kulturamtes soll noch in diesem Jahr erfolgen. „Der neue Standort am Eingang zur Innenstadt bietet für uns eine große Chance“, ist Kulturamtsleiterin Susanne Lehnfeld überzeugt. Auch Johannes Lohrer von der Tourist-Information verspricht sich in der Friedrich-Ebert-Straße eine „bessere Wahrnehmung“ seines Büros. Die aktuelle Anlaufstelle im Pfleghof-Gebäude sei zu klein geworden und biete keinerlei Aufenthaltsqualität.

Der neue Standort dagegen sei geeignet, Produktinformationen zu lagern und zu präsentieren, Besuchergruppen zu sammeln und auf der Freifläche im Innenbereich Veranstaltungen zu organisieren. Für Johannes Lohrer werde sich der Trend zum „Urlaub daheim“ verstärken. Deshalb rechnet er in den nächsten Jahren mit steigenden Besucherzahlen.

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