Zwei Grimme-Preisträger aus Baden-Württemberg, ein renommierter Produzent aus der Region, eine ausgezeichnete Kamerafrau und ein ausgemachter Filmfan: Die Jury für den "Bayerischen Dokumentarfilmpreis Zett" brennt für den Film. Was passt da besser, als das Symbol des Preises der Schwandorfer Kokumentarfilmtage, das Zwickl-"Z", aus Eisen gießen zu lassen. Natürlich in der Region, bei Fronberg Guss.
Aus der Region: Das ist auch das Alleinstellungsmerkmal des mit 1000 Euro dotierten Filmpreises: "Es ist der einzige Preis für Dokumentarfilme, die überwiegend in Bayern gedreht worden sind oder ein in Bayern verortetes Thema behandeln", sagt Zwickl-Initiatorin Anne Schleicher.
Das "Zwickl" und die Verleihung des zweiten "Zett" sollten eigentlich 2020 über die Bühne gehen – Corona machte einen Strich durch die Rechnung. So hatten die Filmemacher etwas mehr Zeit, bis November 2020 wurden rund 20 Filme eingereicht, berichtet Schleicher, die selbst nicht mit abgestimmt hat, sondern die Moderation der Jury-Sitzung übernahm. Die lief natürlich virtuell, nachdem sich die "Preisrichter" die Filme angesehen und fünf Finalisten ausgewählt hatten.
Diese fünf Filme werden natürlich beim "Zwickl" im Oktober zu sehen sein. Wer den "Pokal" von Fronberg Guss erhalten wird, steht zwar schon fest - wird aber nicht verraten. Den Gewinner erhält neben dem "Zett" einen Scheck über 1000 Euro und ein Interview in der Kulturzeitschrift "MUH". Die Jury:
- Sigrun Köhler/Wiltrud Baier. "Böller und Brot" nennen sich Sigrun Köhler und Wiltrud Baier als Künstlergruppe und Produktionsfirma. 2012 erhielten sie den Grimme-Preis für ihren Dokumentarfilm "Alarm am Hauptbahnhof" über die Auseinandersetzung rund um "Stuttgart 21". Beide haben ein Faible für Daumenkinos – das wird sich, wenn alles klappt, beim Zwickl zeigen.
- Zoe Schmederer. Die Münchner Kamerafrau und Dokumentarfilmerin Zoe Schmederer hat 2019 das erste "Zett" gewonnen für ihre Mini-Serie "Früher oder Später", der in Schönsee spielt. Der Film brachte ihr auch eine Nominierung für den Deutschen Kamerapreis ein.
- Ingo Fließ. 2007 gründete Ingo Fließ seine Firma "if...Productions". Der aus der Oberpfalz stammende Kunsthistoriker produzierte unter anderem den Film "Wackersdorf" über die Ereignisse rund um die WAA. Der Film "Elternschule" löste heftige Reaktionen aus. "Es gilt das gesprochene Wort" wurde mit dem Deutschen Filmpreis in Bronze ausgezeichnet. Auf dem Zwickl ist Ingo Fließ regelmäßig mit Dokumentationen zu Gast. 2020 produzierte Fließ den Dokumentarfilm "Vogelperspektive" über den Ornithologen Norbert Schäffer, den Vorsitzenden des LBV Bayern.
- Säm Wagner.Der Popularmusikbeauftragte des Bezirks Oberpfalz gilt als großer Filmfan, und repräsentierte den Blick des "normalen Publikums" auf die eingereichten Filme.
Die Schwandorfer Dokumentarfilmtage sind von Beginn an auch Plattform für Arbeiten, die sich mit dem Leben im Freistaat befassen oder in Bayern produziert sind. Da war der Weg hin zu einem Preis nicht weit. Die fünf Finalisten-Filme werden, so viel steht fest, den Blick öffnen für das Leben im Freistaat – und dafür, welchen Perspektive Dokumentarfilmer darauf wählen.
Das Zwickl als Roadshow: Die Termine
- 1. Oktober: Eröffnung aus dem Schwandorfer Lichtwerk-Kino mit Live-Übertragung ins Internet.
- 2. Oktober: Schönsee Cebb; Veranstalter Centrum Bavaria Bohemia.
- 3. Oktober: Bad Kötzting Bahnhof; Veranstalter Oberpfälzer Kulturbund.
- 8. bis 10. Oktober: Nittenau Kinocenter; Veranstalter Kulturamt Schwandorf.
- 15. bis 17. Oktober: Regensburg Kinos im Andreasstadel; Veranstalter Stadt Regensburg.
- 22. bis 24. Oktober: Amberg Ring-Theater; Veranstalter Kulturverein Amberg.
- 27. bis 31. Oktober: Lichtwerk Kino; Veranstalter Kulturamt Schwandorf.
- 22. bis 24. April 2022: Pilsen Depo2015.






















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