22.01.2019 - 19:35 Uhr
SchwarzachOberpfalz

"Es gibt keine fertige Antwort"

Die Katholische Landvolkbewegung richtet den Blick nach vorne: Kreisseelsorger Michael Hoch hat beim Jahrestreffen die möglichen Entwicklung der Kirche im 21. Jahrhundert thematisiert.

Die Katholische Landvolkbewegung der Pfarreiengemeinschaft Kemnath–Fuhrn–Schwarzach–Altfalter– Unterauerbach lud zum Jahrestreffen 2019 nach Mitterauerbach ins Dorfgemeinschaftshaus „Äiherlhof“ ein. KLB- Kreisseelsorger Michael Hoch (stehend) thematisierte „Kirche im 21.Jahrhundert: Wie es bei uns weitergehen könnte“.
von Herbert RohrwildProfil

Vorstandsmitglied Markus Kurz gab bei der Zusammenkunft der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) der Pfarreiengemeinschaft Kemnath-Fuhrn-Schwarzach-Altfalter-Unterauerbach im Dorfgemeinschaftshaus "Aiherlhof" zunächst eine kleine Rückschau. Kurz erinnerte unter anderem an den Vortrag "Internetsicherheit" in Fuhrn, den Einkehrtag auf Kreisverbandsebene und die Diözesanversammlung mit den Delegierten der Landvolkgruppen aus der Diözese Regensburg zum Thema "Europa", die Multivisionsshow über die Schwarzach sowie den Familienbildungssonntag in Unterauerbach.

In seinem Ausblick verwies der Sprecher auf die KLB-Kreisversammlung am 17. Februar mit Neuwahlen voraussichtlich in Penting, den Einkehrtag des KLB-Kreisverbandes am 16. März in Ettmannsdorf und die Wanderung im Auerbachtal (Teil 2) voraussichtlich im September.

"Kirche im 21. Jahrhundert - wie es bei uns weitergehen könnte": Dieses schwierige Thema fordert "einen großen Lernprozess", betonte einleitend KLB-Kreisseelsorger Michael Hoch "Es gibt keine fertige Antwort, aber gute Ideen". Eine Grafik zur Entwicklung des pastoralen Personals ab 2014 verdeutlicht einen stärkeren Rückgang bei Pfarrern/Pfarradministratoren, Kaplänen und Subsidiaren sowie einen leichten Anstieg bei Personalreferenten und Gemeindereferenten. Im gleichen Zeitraum sinkt der Anteil der Einzelpfarreien. Die Quote der Pfarreiengemeinschaften wird steigen. Aber keine Pfarrei wurde aufgelöst. Aktuell zählt das Dekanat Nabburg 30 000 Katholiken. Der jährliche Rückgang liegt bei etwa 500 Personen. Die Gemeinschaften verkleinern sich.

"Die Kirche wird nicht vergehen", so der Geistliche, "aber die uns vertraute Gestalt von Kirche vergeht." Auf Veränderungen reagieren die meisten Menschen mit Abwehr, selten mit Euphorie. Dekan Hoch sieht in der Neuentdeckung der Bibel die wertvollsten Ressourcen für die Ermutigung zur Veränderung: "Zu neuen Schritten beflügeln Übergangsgeschichten in der Bibel und die Deutung der notwendigen Veränderungen als Glaubensgeschichte, da Gott am Werk ist." Zur eigenen Weiterentwicklung gehören laut Hoch die Wertschätzung des bereits Geleisteten als Zugang zur Veränderung und das Wecken von Begeisterung.

Für den Kreisseelsorger gründet die Zeit des kirchlichen Übergangs von einem jahrhundertelangen Vertrautsein zu einer neuen Entfaltung auf Zuversicht und Zukunftshoffnung. Michael Hoch betonte, dass Veränderung nur positiv ist, wenn sie von einer Vision getragen wird: "Wer in die von Gott verheißene Zukunft vertraut, weiß: Das Beste liegt immer vor uns!"

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.