18.03.2019 - 15:57 Uhr
SchwarzachOberpfalz

Neuerungen im Straßenverkehr

Welche neuen Aspekte gelten im Verkehrsrecht? Antworten darauf gibt Anton Hermann beim traditionellen Rippchenessen des CSU-Ortsverbandes Schwarzach.

Anton Hermann referierte über aktuelle Verkehrsfragen
von Richard AltmannProfil

Ein fester Bestandteil im Terminkalender des CSU-Ortsverbandes ist das Ripperlessen. Auch heuer waren im Vereinshaus alle Plätze rasch besetzt. Nach der Begrüßung durch Ortsvorsitzenden Albert Bierler referierte Anton Hermann, ehemaliger Mitarbeiter beim TÜV, über Neuerungen im Verkehrsrecht. Der Referent erinnerte gleich zu Beginn seines Vortrags an die Winterreifenpflicht für Autos. Er zeigte auf, wann laut Straßenverkehrsordnung Winterreifen unbedingt vorgeschrieben sind: Dies sei bei Glatteis, Eisglätte, Reifglätte, Schneeglätte und Schneematsch der Fall. Hermann stellte dann das neue Verkehrszeichen für autonomes Fahren vor. Dies finde der Autofahrer auf der A 93 und A 9 in Richtung München. Dort werden autonome Fahrzeuge getestet.

Wie der Referent weiter ausführte, habe sich bei der Abgasuntersuchung im Januar etwas geändert: Die Emissionen werden nicht mehr per On-Board-Diagnose ermittelt, sondern per Endrohrmessung. Dadurch sollen Defekte und Manipulationen erkannt werden. Neufahrzeuge, die im vergangenen Jahr produziert und verkauft wurden, müssen außerdem "E-Call" haben. Dabei handelt es sich laut Hermann um ein Notrufsystem, das selber den Rettungsdienst alarmiert, wenn der Fahrer nach einem Unfall dazu nicht mehr in der Lage ist. Beim Führerschein hat sich auch etwas geändert. Die theoretische Prüfung am PC wurde laut Hermann nun erweitert. Es soll der Verkehrswahrnehmung ein größeres Gewicht eingeräumt werden. Der praktische Teil soll außerdem um ein elektronisches Fahrprotokoll ergänzt werden. Hermann wies auch auf die Befristungsregelung bei Führerscheinen hin: Alle nach 19. Januar 2013 erworbenen Führerscheine haben eine Laufzeit von 15 Jahren. Die Fahrlizenzen werden nicht mehr wie bisher ohne Frist ausgestellt. Nach Ablauf der Frist ist der Führerschein durch die Behörde umzutauschen. Eine ärztliche Untersuchung oder Prüfung ist laut Hermann - noch - keine Voraussetzung für den Umtausch. Für alle Führerscheine, also auch die bisher unbefristet ausgestellten, gelte eine Umtauschpflicht bis 2033. Wie der Referent weiter ausführte, hat sich für die Begegnung an einer Fahrbahnverengung ebenfalls etwas geändert: Dort hat nicht mehr derjenige Vorfahrt, der die Engstelle zuerst erreicht hat. Es gilt nun, dass immer der warten muss, der das Hindernis auf seiner Seite hat. Zum Thema Rettungsgasse richtete der Referent abschließend einen Appell an die Besucher, sich daran zu halten. Nur so könne schnell und zuverlässig Hilfe zur Unfallstelle kommen. Anschließend hatten die Besucher die Gelegenheit Fragen zu stellen.

Die beiden CSU-Abgeordneten Karl Holmeier und Alexander Flierl gingen im Anschluss auf die aktuelle Politik ein und warben dafür, sich aktiv an der Europawahl zu beteiligen. Es komme auf jede Stimme an, betonten die Parlamentarier, denn es müsse verhindert werden, dass solche Parteien, die gegen Europa eingestellt sind, keine Mehrheit bekommen.

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