22.10.2020 - 10:03 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

Mit Kameraüberwachung gegen Schwarzenbacher Müllsünder

Bürgermeister Thorsten Hallmann ist angefressen. Immer häufiger wird Müll einfach irgendwo und irgendwie entsorgt. In der Gemeinderatssitzung drohte er Müllsündern mit Konsequenzen.

Müllsündern will die Gemeinde Schwarzenbach kein Pardon gewähren: Falls rechtlich zulässig, könnte auf dem Containerplatz sogar eine Überwachungskamera installiert werden, hieß es in der Gemeinderatssitzung.
von Bernhard PiegsaProfil

„Gelbe Säcke am Bauhof abstellen, Hundekotbeutel in die Landschaft entsorgen, Hausmüll in die Wertstoff- und Altkleidercontainer werfen: solche Unsitten nehmen immer mehr überhand, und wir werden das keinesfalls dulden“, sagte Bürgermeister Thorsten Hallmann. Heuer seien bereits Abfallsünder erwischt, angezeigt und mit empfindlichen Geldbußen belegt worden, warnte Hallmann in der Gemeinderatssitzung.

Zurzeit werde rechtlich geprüft, ob der Containerplatz kameraüberwacht werden dürfe. Nicht angängig sei auch, Grüngut neben einem überfüllten Sammelbehälter abzuladen: „Ist ein Grüngutcontainer randvoll, genügt ein Anruf bei der Gemeinde oder beim Landratsamt, und der volle Behälter wird umgehend gegen einen leeren ausgetauscht.“ Nachdrücklich wandte sich das Gemeindeoberhaupt aber auch gegen Vorurteile: „Es sind keineswegs immer die Amerikaner, die sich nicht an die Vorschriften halten.“

Im Alten Pfarrhof kehrt immer mehr Leben ein. Jetzt hat dort auch die jetzt von Daniela Thumfart geleitete Volkshochschulen-Außenstelle ihre Arbeit aufgenommen. Bürgermeister Thorsten Hallmann informierte den Gemeinderat über die VHS-Außenstelle im Alten Pfarrhof. Jeden Mittwochabend finde dort ein Englischkurs statt. Auch der Strickkreis treffe sich regelmäßig dort. Der bisherigen Außenstellenbetreuerin Rosemarie Thumfart dankte Bürgermeister Thorsten Hallmann für die langjährige Arbeit.

Die Volkshochschul-Außenstelle hat im Schwarzenbacher Bürger- und Kulturhaus "Alter Pfarrhof" ihre Arbeit aufgenommen, mit Hilfe des Michaelsbundes soll hier eine attraktive Bücherei entstehen.

Zweite Bürgermeisterin Anja Kirschsieper informierte über die Fortschritte in Sachen Gemeindebibliothek: Die Arbeitsgruppe habe den Kontakt zum Michaelsbund geknüpft: „Diese katholische Institution unterstützt auch die Büchereien in Pressath und Grafenwöhr und kann auch uns zu einer kostengünstig unterhaltenen Bibliothek mit vielseitigem Angebot verhelfen.“ Sogar ein elektronisches Leihverbuchungssystem könnte zur Verfügung gestellt werden, sagte Kirschsieper. Der beim Zentrum Familie und Soziales eingereichte Förderantrag für das Quartiersmanagement, das die Gestaltung Schwarzenbachs als generationengerechte Gemeinde koordinierend begleiten werde, ist nach Bürgermeister Hallmanns Worten noch in Bearbeitung, das Sozialministerium habe allerdings bereits grundsätzliches Einverständnis signalisiert.

Erfolgreich sei die Auftaktveranstaltung für das Projekt Partnergemeinde für Demokratie verlaufen. Zwei bis drei Veranstaltungen wolle man anbieten, wobei die Bandbreite der Vorschläge von einem Filmabenden zum Thema Rechtsextremismus über einen Besuch des Hauses der bayerischen Geschichte bis hin zu einem Besuch beim FC Bayern reiche: „Dabei könnten wir den Blick insbesondere auf Kurt Landauer lenken, der den Verein von 1919 bis 1933 leitete, vom Hitlerregime wegen seiner jüdischen Abstammung aus dem Amt gedrängt und verfolgt wurde. Nach dem Krieg war er nochmals von 1947 bis 1951 FC-Bayern-Präsident.“

Erst im kommenden Jahr werde der Mobilfunkmast zwischen Schwarzenbach und Pechhof errichtet, bedauerte Hallmann. „Die Telekom hat uns dies mitgeteilt, außerdem hat das Landratsamt die Bearbeitung des Bauantrags noch nicht abgeschlossen.“ Noch unklar sei, in welcher Form überhaupt Allerheiligen und der Volkstrauertag begangen werden könnten. „Wir wollen aber den Friedhof möglichst nicht versperren, und am Volkstrauertag soll zumindest eine Kranzniederlegung des Gemeinderats stattfinden.“

Offene Fragen gebe es auch noch mit Blick auf die Bürgerversammlung. Diese könne nach Auskunft des Landratsamts als Rechtsaufsichtsbehörde zwar ausfallen: „Nach Möglichkeit möchte ich aber nicht darauf verzichten und eventuell eine Versammlung mit begrenzter Besucherzahl und Anmeldepflicht anberaumen“, meinte Hallmann. Von der weiteren Entwicklung hänge ferner ab, inwieweit Advents- und Weihnachtsveranstaltungen zugelassen werden könnten. Ausdrücklich lobte Hallmann in diesem Zusammenhang die Gemeindebürger für deren Corona-Disziplin.

Um den Schilderwald in Schwarzenbach geht es in der Gemeinderatssitzung

Schwarzenbach bei Pressath

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