21.10.2020 - 10:14 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

Übersichtlichkeit statt Schilderwald in Schwarzenbach

Übersichtlich und gut lesbar sind die neuen innerörtlichen Wegweiser in Schwarzenbach: Davon ist nicht nur Bürgermeister Thorsten Hallmann überzeugt.

In der Gemeinderatssitzung wurden Kriterien für eine Nennung von Gewerbebetrieben auf den Schwarzenbacher Ortswegweisern formuliert.
von Bernhard PiegsaProfil

Dank Fördergelder des Amts für Ländliche Entwicklung hatte die Gemeinde zudem nur einen Eigenanteil von rund 1000 Euro aus eigenen Mitteln zu tragen. Allerdings berichtete der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung auch von Kritik: So hätten Einwohner moniert, dass Kleingewerbetreibende keinen Platz an den Schildermasten gefunden hätten.

Hallmann gab allerdings zu bedenken, dass man bei der Wegweisergestaltung einen Kompromiss zwischen Informationsfülle einerseits und Übersichtlichkeit im Interesse der Verkehrsleitfunktion andererseits habe finden müssen: „Dabei steht für uns die Verkehrsleitfunktion klar im Vordergrund.“ Die Anbringung von Wegweisern zu allen 150 Schwarzenbacher Gewerbebetrieben würde diesen vorrangigen Zweck ad absurdum führen: „Ich habe andernorts schon Wegweiserpfosten mit 25 oder 30 Hinweisschildern gesehen – eine schnelle Orientierung ist da nicht mehr möglich.“

Dennoch war sich Thorsten Hallmann mit dem Gemeinderat, insbesondere mit drittem Bürgermeister Alfons Przetak und Ulrich Hösl (beide CSU), einig, dass die derzeitige Beschränkung auf wenige große Unternehmen nicht das letzte Wort bleiben müsse. Einstimmig befürwortete das Gremium, dass bisher nicht berücksichtigte Gewerbetreibende einen Wegweiser beantragen könnten. Diesem Antrag könne der Gemeinderat auf Grund einer Ermessensentscheidung stattgeben, wenn der Antragsteller geltend machen könne, dass zwei der drei folgenden Kriterien auf ihn zuträfen: Kundenkontakte oder Lieferverkehr in signifikantem Umfang oder eine größere Anzahl an Mitarbeitern.

Auf einen Zuschuss aus dem bayerischen Sportstätten-Investitionspakt hofft die Gemeinde Schwarzenbach für die Sporthallensanierung.

Bereits in Bearbeitung ist laut Hallmann ein bei der Regierung eingereichter Antrag, die Sanierung der Sporthalle aus dem „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020“ bezuschussen zu lassen. Das rund 40 Jahre alte Bauwerk habe eine Instandsetzung nötig, vor allem um durch eine effiziente Fassaden- und Dachdämmung sowie zeitgemäßere Fenster, Heizungs- und Beleuchtungsanlagen den Energieverbrauch zu senken: „Der beträgt zurzeit etwa das Dreifache dessen, was staatliche Empfehlungen vorsehen.“ Erneuerungsbedürftig seien auch die Sanitäranlagen, namentlich mit Blick auf die Barrierefreiheit. Schließlich seien noch beim Brandschutz Nachbesserungen ratsam.

Nicht zuletzt, so Hallmann, könne man die Sanierung in die geplante Umgestaltung des Gemeindezentrums- und Hallenumfelds zu einem Mehrgenerationentreffpunkt einbeziehen. Nach einer ersten Schätzung sei für die Arbeiten an der Halle mit Kosten von etwa 1,178 Millionen Euro zu rechnen, für die die Gemeinde mit einem bis zu 90-prozentigen Zuschuss rechnen könnte. Die Erfolgsaussichten des Antrags seien freilich schwer abzuschätzen, weil der Fördertopf für die ganze Oberpfalz mit nur 3,6 Millionen Euro gefüllt sei: „Aber falls es diesmal nicht klappt, gibt es vielleicht eine Neuauflage des Förderprogramms.“ Deshalb sollte schon jetzt ein Planungsbüro mit der Ausarbeitung detaillierter Planungen beauftragt werden, die gegebenenfalls auch im Falle der Förderung aus einem späteren Programm verwendet werden könnten. Der Gemeinderat nahm dies befürwortend zur Kenntnis.

Ein weiteres großes Projekt in der Gemeinde Schwarzenbach

Schwarzenbach bei Pressath

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