09.02.2021 - 10:10 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

Kreativität statt Nullachtfünfzehn-Planung in Schwarzenbach

Keine Nullachtfünfzehn-Planung wird der Bezirk für den erhofften 90-Prozent-Zuschuss zur Sanierung der Sporthalle akzeptieren. Das vermutet Bürgermeister Thorsten Hallmann im Schwarzenbacher Gemeinderat.

Turnhalle, Feuerwehrgerätehaus, Gemeindekanzlei und Mittagsbetreuungs-Pausenhalle sollen heuer und im kommenden Jahr in einen Anziehungspunkt für Menschen aller Generationen verwandelt werden. Hierfür will die Gemeinde bestmögliche Förderkonditionen aushandeln: Für Turnhalle und Vorplatz hofft sie auf 90 Prozent Zuschuss.
von Bernhard PiegsaProfil

"Uns steht hier ein spannendes Projekt ins Haus, das allen Beteiligten einiges an Kreativität und Arbeit abverlangen wird", sagte Bürgermeister Thorsten Hallmann in der Gemeinderatssitzung zur Sanierung der Sporthalle und zur Umgestaltung des Umfelds.

Bis Mitte April soll die Entwurfsplanung fertiggestellt sein, danach müsse mit der Regierung über die Feinheiten der Finanzierung verhandelt werden. Wenn möglich sollten als erster Schritt die Arbeiten an Turnhallenfassade und -dach noch heuer im Spätherbst einsetzen. Der Förderbescheid für eine 60-prozentige Förderung der Machbarkeitsstudie zur Außenanlagengestaltung liege immerhin bereits auf dem Tisch, freute sich Hallmann. Auch für die frühestens im kommenden Jahr anstehende Modernisierung von Gemeindekanzlei, Feuerwehrgerätehaus und Pausenhalle der Schul-Mittagsbetreuung könne die Gemeinde zumindest mit 60 Prozent Beihilfe aus dem Staatssäckel rechnen.

Ferner hoffen Bürgermeister Hallmann und der Gemeinderat auf eine Geldspritze aus dem Regionalbudget des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILE) für den Kooperationsraum VierStädtedreieck. Im Vorjahr hatte die Naturparkgemeinde einen erfolgreichen Zuschussantrag für ihr Beschilderungskonzept gestellt, für dieses Jahr steht die Spielgeräteausstattung des geplanten Pechhofer Kinderspielplatzes auf der Wunschliste. "Wir wollen dort einen Treffpunkt für Kinder und Jugendliche schaffen", setzte Hallmann als Ziel.

Dementsprechend solle die Spieloase außer Vogelnest- und Doppelschaukeln, Federspielgeräten, einer Rutsche und einem kleinen Karussell auch eine Slackline erhalten, wie sie zurzeit bei Heranwachsenden besonders beliebt sei. Förderfähig seien Ausgaben bis 20.000 Euro, an den Nettoaufwendungen beteilige sich das Amt für Ländliche Entwicklung mit einem grundsätzlich 80-prozentigen Zuschuss, maximal jedoch mit 10.000 Euro. Der Gemeinderat ermächtigte Thorsten Hallmann einstimmig, einen Förderantrag einzureichen.

Hoffnungen macht sich die Gemeinde auch darauf, in ein aus dem europäischen Leader-Programm unterstütztes Projekt einbezogen zu werden, das den Aufbau eines landkreisweiten Netzes von Fahrradreparaturstellen zum Ziel hat. "Es wäre wünschenswert, wenn auch Schwarzenbach hierfür berücksichtigt würde", bekräftigte dritter Bürgermeister Alfons Przetak (CSU). Hallmann sagte zu, auch hier am Ball zu bleiben. Ebenfalls einmütig bejahte der Gemeinderat eine Beteiligung an den Investitionskosten für das neue Weidener Tierheim: In drei Jahresraten wird die Gemeinde insgesamt 11.844,39 Euro an den Tierschutzverein Weiden überweisen.

Bürgermeister Hallmann erinnerte daran, dass dieser Neubau unumgänglich sei: "Das bestehende Tierheim ist baulich veraltet, die Betriebsgenehmigung wird nur noch in kurzen Abständen erneuert." Es wäre auch möglich gewesen, eine auf 20 Jahresraten verteilte Investitionskostenbeteiligung zu leisten, doch hätte sich daraus ein um etwa 3000 Euro höherer Gesamtbetrag summiert. Unverändert bleibe der Betriebskostenbeitrag in Höhe von 1,50 Euro je Einwohner und Jahr.

Von guten Fortschritten beim Aufbau der Gemeindebücherei im Bürgerhaus berichtete zweite Bürgermeisterin Anja Kirschsieper (SPD) in der Gemeinderatssitzung: Die Computer seien bestellt, demnächst werde man auch das Büchereimobiliar ordern. Sobald die EDV betriebsbereit sei, wolle sich das Bibliotheksteam in Zusammenarbeit mit dem katholischen Bibliothekswerk Michaelsbund und der Buchhandlung Bodner um die Anschaffung von Büchern und anderen Medien kümmern: "Der Michaelsbund wird uns auch bei der Katalogisierung der Bestände anleiten." Obendrein verlose der Bibliotheksdienstleister Autorenlesungen: "Vielleicht gewinnen wir ja einen Autor für einen Leseabend." Nicht unerwähnt ließ Kirschsieper, dass nach sorgfältiger Sichtung auch Bücher aus dem Bestand der aufgelösten Pfarrbücherei Oberwildenau und aus privaten Bücherspenden einen Platz im Pfarrhof erhalten sollen.

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