12.06.2020 - 16:41 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

Neue Geräte und Reparaturarbeiten für Spielplätze

Der Bürgermeister räumt mit einem Gerücht auf. Die Gemeindekanzlei soll nicht umziehen. Bei anderen Themen sorgen die Gemeinderäte dafür, dass sich etwas bewegt.

Den Kauf neuer Spielgeräte und weitere Sanierungen plant die Gemeinde Schwarzenbach für die Spielplätze in der Moos-Siedlung (Bild) und am Tannenweg. Angesichts der angespannten Finanzlage hoffen die Gemeindeverantwortlichen auf Spenden.
von Bernhard PiegsaProfil

„Ein Umzug der Gemeindekanzlei ist nicht geplant“: Mit dieser kategorischen Feststellung trat Thorsten Hallmann in der Gemeinderatssitzung einem zählebigen Gerücht entgegen. Das Büro im Gemeindezentrum solle nicht in den alten Pfarrhof verlegt, sondern in die Sanierung des Gebäudekomplexes an der Parksteiner Straße einbezogen werden, stellte der Bürgermeister klar.

Erneuert werden sollen nach einem Vorschlag des Bauausschusses vor allem die Fenster des fast 40 Jahre alten Gebäudes sowie der Eingang. Hier soll die alte Holztür durch ein modernes und sicheres „Eingangselement“ mit integriertem Briefkasten ersetzt werden. Ihre besondere Aufmerksamkeit wollen die Gemeindeverantwortlichen in nächster Zeit allerdings der Grundschule und den Spielplätzen widmen. Im Schulhaus sollen die Barrierefreiheit weiter verbessert, der alte „Brauseraum“ im Keller zum Lehrmittelraum umgebaut und der jetzige Lehrmittelraum als „Differenzierungsraum“ für Förderunterricht verwendet werden.

Spendenaufruf für Spielplätze

Den Kauf je eines neuen Spielgeräts und die Ausführung notwendiger Reparaturen beschloss der Gemeinderat auf Anregung des Bauausschusses für die Spielplätze am Tannenweg und in der Moos-Siedlung. Die beiden Spielgeräte kosten insgesamt gut 13.000 Euro. Sabine Thumfart (FWG) regte an, hierfür Unternehmen und Bürger um Spenden zu bitten. „Wir freuen uns über jede Spende für die Spielplätze“, warb auch Bürgermeister Hallmann für die Modernisierung der von den Schwarzenbacher Kindern eifrig genutzten Spieloasen.

Investitionen in den Bauhof

Eine Modernisierung habe der gemeindliche Bauhof nötig, urteilte der Bauausschuss. Konkret stünden eine Pflasterung des Vorplatzes, die Modernisierung der Duschen und der Ersatz der verschlissenen Klappschaufel für den Lader auf der Wunschliste. Angesichts der ungewissen Finanzentwicklung als Folge der „Corona-Krise“, so Gemeinderat und Bürgermeister, könne man alle vorgeschlagenen Investitionen jedoch nur „unter Finanzierungsvorbehalt“ beschließen. „Wir haben in den letzten Jahren zwar gut gewirtschaftet und uns deshalb einen gewissen Handlungsspielraum geschaffen, aber trotzdem ist vorsichtiges Wirtschaften angesagt“, mahnte Hallmann. Die Arbeiten am Bauhof wolle man gegebenenfalls so weit wie möglich in Eigenleistung vornehmen.

Wasserablauf und Warnschild

Noch offen blieb die Entscheidung, in welcher Form die schadhafte Entwässerungsrinne in der Bahnhofstraße beim Bahngelände hergerichtet werden soll. Ein gleichartiger Ersatz würde mit etwa 20.000 Euro zu Buche schlagen, günstiger wäre nach Einschätzungen des Bauamts der Einbau einer fünfzeiligen Granitpflasterrinne. Die Entscheidung wurde auf mehrheitlichen Wunsch vertagt. Schließlich stimmten die Räte der vom Bauausschuss angemahnten Erneuerung des bei der Einmündung der Parksteiner Straße in die Hauptstraße auf die Fahrbahn gemalten Hinweisschildes „Kinder“ zu.

Anzeige wegen Mülleinwurf

Zustimmend nahm der Schwarzenbacher Gemeinderat die Feststellung des Bauausschusses auf, dass der gemeindliche Friedhof in „gutem, ordentlichem Zustand“ sei. Die Gemeinderäte sollen sich nun Gedanken um eine weitere Bepflanzung machen. Auch Vorschläge aus der Bevölkerung sind willkommen. Ein Problem stelle derzeit die Grüngutcontainer dar: Hier wurde in den letzten Tagen vermehrt Hausmüll eingeworfen. Die Gemeinde habe Anzeige erstattet, erklärte Bürgermeister Thorsten Hallmann: „Dies war möglich, weil sich in dem Abfall Belege mit Daten fanden, die einen Rückschluss auf die Täter zulassen.“

Impulse für die Umwelt

Klare Regeln will die Gemeinde für die Mäharbeiten längs der Straßen aufstellen: An Hauptverkehrsstraßen soll zweimal, an Nebenstraßen nur noch einmal jährlich gemäht werden. Schon aus Gründen des Insektenschutzes sollten Mäharbeiten nicht öfter als nötig ausgeführt werden, waren sich Gemeinderat und Bürgermeister einig. Ein Zeichen für den Naturschutz soll künftig auch anlässlich von Hochzeiten und Geburten gesetzt werden: Auf Anregung von zweiter Bürgermeisterin Anja Kirschsieper (SPD) wird die Gemeinde den Brautpaaren oder Eltern zusätzlich zu den traditionellen Schmuckgläsern der Verwaltungsgemeinschaft Pressath je einen jungen „Baum des Jahres“ zur Pflanzung im Gemeindewald schenken.

Lastenfahrräder auf Wunschliste

Schließlich stimmte der Gemeinderat Bürgermeister Thorsten Hallmanns Vorschlag zu, sich um Gelder aus dem Bundesförderprogramm für den Kauf von Lastenfahrrädern zu bewerben. Zwar, so Hallmann, sei die Chance gering: „In ganz Bayern werden höchstens acht Gemeinden gefördert.“ Falls aber Schwarzenbach berücksichtigt würde, könnte ein derart mit einem 80-Prozent-Zuschuss gefördertes Fahrrad der Bevölkerung als Leihfahrzeug zur Verfügung gestellt werden. Einstimmig billigte das Ratsgremium die neu gefasste Erschließungsbeitragssatzung, in der einige redaktionelle Präzisierungen und Anpassungen an geändertes Recht vorgenommen wurden.

Bauanträge durchgewunken

Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Gemeinderat folgenden Bauanträgen: Errichtung eines Einfamilienhauses mit zwei Fertiggaragen auf Flurnummer Schwarzenbach 3/7 (Nähe Hauptstraße), Errichtung eines Carports auf Flurnummer Schwarzenbach 56/15 (Moosanger 6).

Der alte Pfarrhof wird umgebaut

Schwarzenbach bei Pressath

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