12.03.2021 - 09:44 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

In Schwarzenbach warten auf den Startschuss

Der Bestandsaufbau macht Fortschritte, das EDV-System ist betriebsbereit: Vermutlich Mitte April könnte das Online-Ausleihsystem der Schwarzenbacher Gemeindebücherei ans Netz gehen.

Komplizierte Rechts- und Finanzfragen muss die Gemeinde klären, ehe für die Hartplatzsanierung ein Zuschuss aus der bayerischen Sportstättenförderung winkt.
von Bernhard PiegsaProfil

Online geht's bald los. Das kündigten Bürgermeister Thorsten Hallmann und zweite Bürgermeisterin Anja Kirschsieper in der Gemeinderatssitzung für die Ausleihe in der Bücherei an. Weil man mit einem regen Interesse an den Büchern und sonstigen Medien rechne, hoffe der zurzeit vierköpfige Bibliotheks-Arbeitskreis auf weitere Mitstreiter, merkte Kirschsieper noch an. Die künftige Benutzungs- und Entgeltsatzung wurde vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet.

Auf einen 55-Prozent-Zuschuss aus der bayerischen Sportstättenförderung hoffen die Gemeindeverantwortlichen und der Sportverein für die Sanierung des Allwetterplatzes beim Sportgelände, die etwa 95.000 Euro kosten werde. Eigentlich seien Anlagen, die von einer Gemeinde errichtet worden seien, nicht förderfähig, informierte der Bürgermeister: "Wurde das Objekt aber vor 2016 gebaut und aus öffentlichen Mitteln bezuschusst, gilt dieser Ausschluss nicht." Derzeit werde geprüft, in welcher Form eine solche Förderung stattgefunden habe. Aus förderrechtlichen Gründen müsse dann noch eine Vereinbarung zwischen Sportverein und Gemeinde über die Maßnahmenträgerschaft geschlossen werden: "Maßnahmenträger und Antragsteller müsste der Sportverein sein, wir könnten aber beispielsweise einen Durchführungsvertrag abschließen."Geregelt ist laut Bürgermeister Hallmann auch die Zuwegung zum künftigen Mobilfunkmasten in der Flur "Kneder". Ein Gehölz in unmittelbarer Nähe des Maststandorts soll nicht beseitigt werden, der Trassenverlauf für die Stromversorgung wurde zwischenzeitlich festgelegt.

"Es ist kompliziert" lautet nach wie vor der Status der Bahnhofskreuzungs-Planung: Zurzeit, so Thorsten Hallmann, müsse die Deutsche Bahn prüfen lassen, ob die Bahnübergangs-Ampelanlage im Falle einer umgestaltungsbedingten Versetzung der Lichtzeichen noch dem bisherigen Bestandsschutz unterliege und weiterbetrieben werden dürfe. Falls nein, würde ein langwieriges Neugenehmigungsverfahren fällig: "Wir sind aber bedingt optimistisch, dass die laufende Prüfung mit einem positiven Ergebnis endet." Hallmann merkte noch an, dass Kreis und Gemeinde mit der Kreuzungsmodernisierung, die im Frühjahr 2022 beginnen solle, auch auf den wachsenden Verkehr vom und zum Industriegebiet Döllnitz reagierten: "Wir müssen mit baulichen Maßnahmen für ein Höchstmaß an Verkehrssicherheit sorgen."

Für die Kleinprojekteförderung aus dem "Regionalbudget" des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts "VierStädtedreieck", das künftig als eingetragener Verein "Kooperationsraum VierStädtedreieck im Oberpfälzer Hügelland" organisiert wird, wurden in Absprache mit den Fraktionssprechern anstelle des geplanten Spielplatzes für Pechhof die künftigen Fahrradreparaturstationen sowie die neue Lichtanlage für die Theaterbühne der Katholischen Landjugend angemeldet. "Für den Spielplatz gibt es noch günstigere Förderoptionen", wusste Bürgermeister Hallmann. Die Fahrradreparaturstationen würden etwa 4200, die Lichtanlage für die Bühne rund 6000 Euro kosten: "Das Entscheidungsgremium für das Regionalbudget hat beiden Maßnahmen zugestimmt, so dass wir mit einem 80-Prozent-Zuschuss rechnen können", freute sich Hallmann. Zum Pechhofer Spielplatzprojekt warte man noch auf den Vorbescheid des Landratsamtes.

Eine langwierige Neugenehmigung wird hoffentlich nicht fällig, wenn die Ampeln des Schwarzenbacher Bahnübergangs im Zuge der ab Frühjahr 2022 beginnenden Kreuzungsneugestaltung versetzt werden müssen. Zurzeit prüft die Bahn, ob ein Weiterbetrieb auf der Basis der geltenden Genehmigungen möglich sein wird.

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