28.07.2021 - 09:17 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

Auf Tour für krebskranke Kinder: Vespa-Gentleman macht Halt in Schwarzenbach

Es war ein Surren wie von einem Wespenschwarm: Der Vespa-Club Schwarzenbach nahm standesgemäß in einem Corso den wohl bekanntesten Vespa-Fahrer Deutschlands in Empfang. Der Allgäuer hat eine Mission.

Markus Mayer aus dem Allgäu machte auf seiner Tour Halt in Schwarzenbach: Viele Kilometer hat der Allgäuer schon in Europa zurückgelegt. Nun kam er der Vespa-Gentleman auch in die Oberpfalz.
von Jürgen MaschingProfil

Es wurde etwas lauter rund um Schwarzenbach, als viele Vespas durch die Gemeinde fuhren. Doch der dort ansässige Vespa-Club hatte hohen Besuch bekommen. Der wohl bekannteste Vespa-Fahrer Deutschlands, wenn nicht sogar in Europa, gab sich die Ehre in der beschaulichen Gemeinde. Der 44-jährige Allgäuer Markus Mayer aus Kempten - unterwegs auf einer 50-Kubik-Vespa mit 2,5 PS - fährt als Vespa-Gentleman mit Anzug und Krawatte gegen Krebs. Und dies schon seit 2017.

Der 44-Jährige hat eine Mission: für 40 Krebsstiftungen oder -projekte in 40 Ländern Spenden zu generieren: der Vespa-Gentleman-Giro. Dafür fährt Mayer heuer 6000 Kilometer und noch einmal 25.000 Kilometer 2022, so sein Vorhaben.

2021 hat er bereits 2500 Kilometer zurückgelegt. „Ich war in diesem Jahr bereits in Zürich, in Bruneck in Südtirol, Zell am See, Wien, und bin jetzt über Graz und Linz hier hergekommen“, berichtet der Allgäuer. Seine Planung für 2021: Deutschland mit seiner Vespa einmal umrunden, um dort die Vespa-Clubs zu besuchen. „Wie dies aber aktuell wegen die Hochwasser-Situation im Westen durchführbar ist, weiß ich leider noch nicht“, schränkte Mayer ein.

„Für mich mich ist es manchmal sehr überwältigend“, so der Vespa-Gentleman. „wie die Leute mitmachen, wie sie sich engagieren, wie sie planen und sich einbringen“. Denn wenn ein Markus Mayer von A nach B fahren würde, „da würde ja nix passieren“. Wenn der Gentleman anrollt ....Die Spenden, die er bei den verschiedenen Vespa-Clubs erhält, werden von den jeweiligen Vorsitzenden immer direkt an die nationale Kinderkrebsstiftung überwiesen. „Und ich fahre ohne Bargeld in der Tasche zum nächsten Club“, berichtet Mayer. Mit einer reinen Fahrtzeit von 8 Monaten will er durch 40 europäische Länder mit seiner Vespa fahren. Inspiriert durch zwei Kollegen war Mayer bereits 2017 on Tour durch verschiedene Länder in Europa und hatte dadurch insgesamt 25 000 Euro an Spendengeldern für die Kinderkrebsstiftung erhalten.

Der Vespa-Club in Schwarzenbach hatte sich auch etwas Besonderes für den Vespa-Gentleman-Giro ausgedacht. Im Hirschbachtal, an der Grenze zur Oberpfalz, wurde Mayer von 15 Clubmitgliedern, natürlich in Anzug und Krawatte, abgeholt. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Königstein ging es über Vilseck, Freihung und Gmünd nach Schwarzenbach. Dort wurde Mayer eine symbolische Spendenbox mit 1500 Euro übergeben. Danach wurde am Lagerfeuer über noch lange die eine oder andere Geschichte von den Fahrten von Mayer gesprochen.

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