18.01.2021 - 14:31 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Ärger wegen höherer Wassergebühren in der Pretzabrucker Gruppe

Verwaltung mit Beschluss zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe konfrontiert

von Herbert RohrwildProfil

Vorsitzender Franz Grabinger informierte in der Sitzung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe über die Resonanz zur Erhöhung der Wassergebühren, die rückwirkend zum 1. Januar 2020 in Kraft trat. Zur Erinnerung: Die Repräsentantin des Kommunalen Prüfungsverbandes (BKPV), Sabine Pflanzelt, stellte in der öffentlichen Sitzung am 16. September die Neukalkulation der Wassergebühren für den Zeitraum von 2020 bis 2023 vor. Laut ihrer Aussage müssen kostendeckende Benutzungsgebühren erhoben werden. Einstimmig beschloss die Verbandsversammlung dann auf der Grundlage des Gutachtens die Anhebung von 93 Cent auf 1,42 Euro für Kalkulationszeitraum von 2020 bis 2023 sowie die Abrechnung ab dem 1. Januar 2020. Die Änderungssatzung wurde im Amtsblatt des Landkreises Schwandorf und ortsüblich bekannt gemacht.

Im Oktober erfolgte inzwischen die Verbrauchsgebührenabrechnung, merkte Grabinger in den weiteren Ausführungen an. Etwa 1200 Bescheide für den Abrechnungszeitraum vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020 wurden versandt. Rund 50 Gebührenpflichtige brachten bei der Verwaltung ihren Unmut über die Gebührenerhöhung von circa 50 Cent je Kubikmeter zum Ausdruck. Kritik wurde auch über die rückwirkende Gebührenanpassung zum 1. Januar 2020 geübt.

Ein Gebührenpflichtiger, so der Sitzungsleiter, legte gegen die Gebührenanhebung Widerspruch wegen der Höhe der Verbrauchsgebühr und deren rückwirkenden Anhebung als Begründung ein. Der Widerspruch sei nicht begründet, teilte die Verwaltung mit. Erfolge keine Rücknahme, so werde dieser der Rechtsaufsichtsbehörde am Landratsamt zur Entscheidung vorgelegt.

Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem Wasserverbrauch von rund 180 Kubikmetern im Jahr führe die Anpassung zu einer Mehrbelastung von 88,20 Euro, erläuterte Vorsitzender Franz Grabinger. Im Vergleich zu benachbarten Wasserversorgern weiche die neu festgesetzte Verbrauchsgebühr von 1,42 Euro je Kubikmeter allerdings nicht wesentlich ab.

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