10.01.2020 - 12:02 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Mit aktuellen Themen in der Region

Erneuerbare Energien, Digitalisierung in den Schulen, Landwirtschaft und Hochwasserschutz: Um diese Themen ging es den Freien Wählern, die in Verbindung mit der Winterklausur der Landtagsfraktion im Landkreis Schwandorf unterwegs waren.

Erneuerbares Erdgas: Bei ihrem Besuch bei „microbEnergy“ sahen die Freien Wähler um Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Bildmitte), wie es erzeugt und gespeichert werden kann.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Die Freien Wähler wollen den Ausbau Erneuerbarer Energien mit der Entwicklung intelligenter Speichertechnologien kombinieren. Als besonders vielversprechend erachten die Abgeordneten die Power-to-Gas-Technologie, die überschüssigen Strom aus Erneuerbaren Energien wie Sonne oder Wind in Gas umwandelt und in das Gasnetz einspeisen kann. Bei einem Besuch des Schwandorfer Forschungsunternehmens "microbEnergy" einer Tochtergesellschaft der Viessmann Group, erfuhr die Fraktion, dass das deutsche Erdgasnetz über erhebliche Speicherkapazitäten verfügt. Laut Doris Schmack, Geschäftsführerin der Firma, biete es sich deshalb an, mit Hilfe der "Power-to-Gas"-Technologie Erneuerbares Erdgas herzustellen. "MicrobEnergy" nutzt dazu Mikroorganismen, die aus Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid Methan produzieren, das handelsüblichem Erdgas entspricht. Somit könne das Gas in das Erdgasnetz eingespeist, dort gespeichert und bedarfsgerecht verwendet werden, so Schmack. "Der große Vorteil ist, dass diese Speichertechnologie wegen vergleichsweise hoher Wirkungsgrade sehr effizient ist. Das macht Power-to-Gas zu einer nachhaltigen, kostengünstigen und zukunftsweisenden Form der Energiegewinnung", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger laut Pressemitteilung der FW. Deshalb stehe die Realisierung von Zukunftstechnologien wie Power-to-Gas im Wirtschaftsministerium ganz oben auf der Agenda.

An der Oskar-von-Miller Schule in Schwandorf brauchen Lehrer keine schweren Schultaschen mehr zu schleppen - ihre Unterrichtsmaterialien tragen sie ganz einfach im Handy umher. Denn die Berufsschule hat frühzeitig damit begonnen, einzelne Unterrichtsbereiche komplett zu digitalisieren und die Schulmaterialien in die Cloud zu verlagern. "Das zeigt eindrucksvoll, wie digitale Bildung funktioniert", lobte Kultusstaatssekretärin Anna Stolz die Bildungseinrichtung. "Das Berufliche Zentrum hat die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung frühzeitig erkannt und zum Wohle der Lehrer- und Schülerschaft genutzt", betonte die bildungspolitische Sprecherin, Eva Gottstein.

Bei einem Informationsbesuch ihrer Europa-Abgeordneten Ulrike Müller ging es den Freien Wählern um die umstrittene Verschärfung der Düngeverordnung durch die Europäische Kommission. Eine Maßnahme, die Müller weiter klar ablehnt: "Statt der versprochenen Verbesserungen kommen immer neue Auflagen. Die Fülle an starren gesetzlichen Vorgaben und willkürlichen Fristen gehen vor allem auf Kosten der tierhaltenden Betriebe. Das droht unsere vielfältige Agrarstruktur zu zerstören." Auch der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger blies zum Kampf gegen die neuen Regelungen zur Düngeverordnung.

Um sicherzustellen, dass Nittenau nicht erneut vom Fluss Regen überschwemmt werden kann, hat die Stadt viel Geld in den technischen Hochwasserschutz investiert - mit millionenschwerer Unterstützung des Freistaats Bayern. Das erläuterte Bürgermeister Karl Bley (SPD) den FW-Abgeordneten. Wegen noch ausstehender Verhandlungen mit örtlichen Wasserkraftwerksbesitzern habe bisher nur der erste Bauabschnitt fertiggestellt werden können - doch die Anstrengungen der Stadt seien auf der Zielgeraden. "Nittenau ist für uns ein Leuchtturmprojekt des modernen Hochwasserschutzes", erklärte Umweltminister Thorsten Glauber beim Empfang im Rathaus.

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