12.02.2020 - 16:38 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Jeder Angler findet einen Platz

Um Fischarten zu stabilisieren, laufen Besatzmaßnahmen. Die Jugendgruppe mischt im Verein schon kräftig mit und mit etwas gegenseitigem Verständnis findet auch jedes Mitglied sein "Revier".

Vorsitzender Christian Seeber ist mit der Arbeit des Vereins zufrieden. Unser Bild zeigt von links stellvertretenden Bürgermeister Peter Neumeier, den neuen zweiten Vorsitzenden Hans Weinfurtner, Vorsitzenden Christian Seeber, Schriftführer Michael Bauer und Roland Hintermeier.
von Siegmund KochherrProfil

Bei der Jahreshauptversammlung des Sportanglervereins im Restaurant Miesberg nutzten viele Petrijünger gleich die Gelegenheit, ihre Angelkarte für dieses Jahr zu erwerben. Vorsitzender Christian Seeber, der seine erste Mitgliederversammlung seit der Amtsübernahme leitete, dankte allen, die ihn während des Jahres bei den vielen Arbeitseinsätzen unterstützten. Zur Versammlung konnte er 174 Mitglieder begrüßen.

Gefräßige Räuber

Roland Hintermeier erläuterte stellvertretend für Hans-Jürgen Wagner die Fangstatistik. Die erfolgreichen Angler brachten im Schnitt 21,10 Kilo Fisch auf die Waage. Insgesamt wurden 3059 Kilo Fisch aus dem Wasser gezogen: 1397 Kilogramm Karpfen, 458 Kilo Waller, 424 Kilo Brachsen, 406 Kilo Hechte, 98 Kilo Zander, 54 Kilo Aitel und 41 Kilo Schleien. Im Vorjahr waren es insgesamt nur 1397 Kilo. Wenn Zander, Schleien und andere Fischarten heute in ihrem Bestand gefährdet seien, liege das an den gefräßigen Kormoranen, Gänsejägern und Fischottern. Nicht die Angler rauben die Gewässer aus, meinte Hintermeier mit Blick auf die Fischjäger. Verschiedene Fischarten werden vom Verein nachgesetzt, um den Bestand zu stabilisieren.

Jugendwart Johannes Wüst berichtete über die Aktivitäten der 20 Jungangler. Mit ihnen wurden monatliche Sitzungen einberufen, bei denen es "am und im Wasser" um Rechte und Pflichten ging. Die Uferreinigung ist eine von vielen Maßnahmen im jährlichen Programm. Außerdem wurde in praktischen Übungen das Schnüren und dem Bespulen von Angelrollen erlernt und Nistkästen gefertigt.

Aktive Jugend

Als besonderen Höhepunkt wertete Wüst das An- und Königsfischen sowie das dreitägige Zeltlager auf der Messmann-Wiese. Beim Fischerfest wurde tatkräftig mitgeholfen. Auch beim Fest im Schlosspark wurde ein eigener Stand mit "Fischschätzen" angeboten. Seit August hat Wüst mit Patrick Müller einen Stellvertreter. Es sind schon etliche Termine fixiert: Am 6. März Besuch des Angelcenters, am 3. April Gummifisch-Gießen, am 1. Mai Raubfischangeln, ein Teamfischen mit Nachbarsvereinen, am 5. Juni Karpfenangeln, am 5. Juli Stör angeln, am 4. September Karpfenangeln und am 7. November erneut Raubfischangeln. Ein mehrtägiges Zeltlager ist ebenso geplant.

Arbeit macht Spaß

Christian Seeber macht dank der guten Unterstützung und des respektvollen Umgangs "die Arbeit Spaß". Man habe erfolgreich verhandelt und mit einer Gerätehalle am Edeka-Markt einen ersten Schritt zur Unterbringung der vereinseigenen Gerätschaften getan. Die Installation der Elektroanlage sei fertig. Alle Maßnahmen zu Arbeitseinsätzen müssen gemeinsam erledigt werden, forderte Seeber. Er fordert respektvolles Verhalten am Wasser. Wenn ein Mitglied einen Angelplatz herrichtet oder hier füttert, also Arbeit investiere, müsse dies respektiert werden. Es werde ja möglich sein, dass bei mehreren Kilometern Fließwasser und sechs Weihern "jeder einen Platz findet". Im vergangenen Jahr seien auch zwei Senioren-Angelplätze mit guten Zugang und einem Handlauf hergerichtet worden, führte Seeber weiter aus. Nach der Wahl von Hans Weinfurtner zum stellvertretenden Vorsitzenden dankte Zweiter Bürgermeister Peter Neumeier für das Engagement der Angler innerhalb der Gemeinde.

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