Eine wichtige Etappe ist geschafft: Mit dem Anbringen und Einsetzen der Brückenträger am Wochenende ging ein wesentlicher Bestandteil der Brückenerneuerung über die Naab in Schwarzenfeld von statten. Bereits im September vergangenen Jahres wurde beim Metallfachbetrieb für Brückenbau, der Firma Rädlinger in Cham, mit der Produktion der überdimensionalen Stahlkonstruktionen begonnen.
Nun sind die 35 und 21 Meter langen Komponenten mit einem aufwändigen Sondertransport nach Schwarzenfeld gebracht worden. „Bis drei Uhr morgens von Freitag auf Samstag wurden die ersten Träger mit Ausleuchtung der Baustelle durch die hiesige Feuerwehr an Ort und Stelle auf die neue Unterkonstruktion gehoben“, weiß Elisabeth Weiß von der Bauleitung der ausführenden Firma Strabag zu berichten.
Millimetergenaue Arbeit
Zwei der insgesamt vier Träger gehören mit einem Gewicht von jeweils 53 Tonnen und die beiden anderen mit je 28 Tonnen zu den Schwergewichten solcher Konstruktionen. Mittels eines 700-Tonnen-Kranes wurden die Teile an Ort und Stelle gehievt. Ständige Vermessungen mit millimetergenauer Ausrichtung begleiteten das Auflegen der Schwerstlasten peinlichst genau. Nun stehen laut Bauleiterin erst einmal etwa zwei Wochen Schweißarbeiten an. Elisabeth Weiß informiert gleichzeitig darüber, dass bis Mitte Mai die Betonplatten zur Fahrbahnunterkonstruktion fertig gestellt werden.
Mit dem Baufortschritt zeigen sich Hannes Neudam vom Staatlichen Bauamt und Elisabeth Weiß äußerst zufrieden. „Bei günstigen Witterungsverhältnissen wird der Fertigstellungstermin bis Ende 2024 auf jeden Fall einzuhalten sein“, sind sich die Verantwortlichen sicher.
Weitere Sperrung nötig
Die Vollsperrung am Wochenende war durch das Positionieren des Autokranes bei der Zufahrt der Naabinsel erforderlich geworden. Mit einer weiteren, kurzfristigen Sperrung muss noch einmal zu einem späteren Zeitpunkt gerechnet werden, teilt das Bauamt mit. Bodensondierungen mit Bohrungen werden auch noch einmal eine halbseitige Sperrung erforderlich machen.
Verständnis für die Maßnahmen zeigten Anwohner und Betroffene. „Was sein muss, muss sein“, meinte ein Nachbar der Baustelle und bekam das zustimmende Nicken seiner Freunde als ständig kompetente „Baustellenbeobachter". In der Nacht auf Sonntag wurde die Überfahrt für den öffentlichen Verkehr wieder freigegeben.
Neue Naabbrücke
- Länge: Stahlverbundbrücke 56 Meter
- Fertigstellung: Ende 2024
- Kosten: 10 Millionen Euro
- Finanzierung: Sondermittel/Brückenertüchtigungsprogramm des Freistaates
- Auftraggeber: Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach





















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