06.04.2021 - 16:25 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Buchtal-Keramik mitten in Manhattan

Es steht in einem New York "In-Viertel": Ein stilvolles Apartmentgebäude mit markanter Keramik-Fassade. Das renommierte Architekturbüro SOM beauftragte damit das Schwarzenfelder Unternehmen Buchtal.

von Externer BeitragProfil

"Alle keramischen Produkte sind made in Buchtal", freut sich das oberpfälzer Unternehmen mit Blick auf den Luxusbau am Broadway. In einer Pressemitteilung geht Buchtal auf die Besonderheiten des vom Architekturbüro Skidmore, Owings and Merrill (SOM) entworfenen Gebäudes am Broadway in New York ein. Das sind zweifellos die bis zu 250 Quadratmeter großen Apartments. Einzigartig sind aber auch die feingliedrig strukturierten Fassadenflächen mit Keramik von Agrob Buchtal: Die Systeme KeraShape und KeraTwin ermöglichten es, das über 60 Meter hohe Gebäude "ebenso selbstbewusst wie respektvoll in die urbane Umgebung zu integrieren", heißt es von Buchtal-Seite.

Vom Industrie- zum In-Viertel

In Downtown Manhattan, also im Banken- und Geschäftszentrum New Yorks, zu wohnen, liegt im Trend. Davon zeugen nicht zuletzt die vielen neuen Apartmenthäuser, die seit einigen Jahren die letzten Lücken füllen oder anstelle niedriger Gewerbebauten entstehen. Ein besonders angesagter Stadtteil ist Tribeca, ein früheres Industrieviertel unmittelbar nördlich des Ground Zero, das erst von Künstlern und Kreativen, dann von wohlhabenden Familien, Film- und Popstars entdeckt wurde.

Eines der neuesten Projekte des Viertels ist das am Broadway gelegene „91 Leonard“. Das 19 Geschosse hohe Gebäude mit insgesamt 16.500 Quadratmeter Fläche entstand nach Entwürfen des New Yorker Architekturbüros SOM, das unter anderem auch für den Bau des One World Trade Center verantwortlich zeichnete. Die Ausführungsplanung oblag dem Büro Hill West Architects.

Erfolg mit treuen Mitarbeitern

Schwarzenfeld

Der Neubau passt sich in vielerlei Hinsicht sensibel in seine urbane Umgebung ein. Zum einen verfügt er wie seine Nachbargebäude über Ladenflächen im Erdgeschoss. Zum anderen besitzt das Hochhaus eine feingliedrig strukturierte Fassade mit großen Fenstern als Reverenz an die benachbarten alten Lagergebäude und Lofts mit ihren Backstein- und Natursteinfassaden. „Unser primäres Ziel war es, ein Gebäude zu schaffen, das sich auf die umgebende historische Stadtstruktur bezieht und diese respektiert, während es gleichzeitig eine moderne Ergänzung des Viertels darstellt“, erläutert SOM-Director Kim Van Holsbeke.

Zeitgemäße Interpretation

Die ruhige Gleichförmigkeit der Fassade basiert auf regelmäßig platzierten Doppelfenstern, die von einer aufgesetzten Gitterstruktur aus Keramik-Rechteckrohren des Systems KeraShape von Agrob Buchtal gerahmt werden. Die Flächen zwischen dieser Gitterstruktur und den zurückgesetzten Fensteröffnungen mit bronzefarbenen Laibungsrahmen bestehen aus Keramikfliesen des Systems KeraTwin K20. Nach Vorgaben der Architekten wurden die Fliesen dabei im Querschnitt eigens so profiliert, dass deren erhabene Streifen mit der Ansichtsbreite der Rechteckrohre korrespondieren. „Die horizontalen Streifen sorgen für eine detail- und kontrastreiche Oberfläche. Zudem dienen sie dazu, die einzelnen Platten zu einem einheitlichen Erscheinungsbild zusammenzuführen,“ so Kim Van Holsbeke. Hinzu kommt die zurückhaltend elegante, samtig-dunkle Glasur der Fassaden-Keramik: „Farbe, Textur und Glasur der Fliesen wurden sorgfältig so ausgewählt, dass sie eine gewisse Tiefe und ein abwechslungsreiches Licht- und Schattenspiel erzeugen - gewissermaßen als zeitgemäße Interpretation der für Tribeca typischen Gebäude mit Stein und Gusseisen,“ erläutert Kim Van Holsbeke.

In der Leonard Street entstand ein kaum drei Meter breites und rund sieben Meter hohes Eingangsgebäude, dessen ebenfalls mit KeraShape-Rechteckrohren und KeraTwin-Fassadenkeramik bekleidetes Portal an den minimalistischen Zugang zum Shop einer Luxusmarke erinnert.

Wer das schmale zweigeschossige Eingangsgebäude passiert hat, gelangt in eine großzügige Lobby, die rund um die Uhr mit Door-Men besetzt ist. Die Noblesse dieses Bereichs mit exquisiter Möblierung, großflächiger Verglasung und Blick auf einen begrünten Innenhof bietet einen Vorgeschmack auf die opulent ausgestatteten Wohnungen. „Maßgeblich für die Wahl von Keramik waren die ästhetischen Qualitäten“, erläutert Kim Van Holsbeke. „Der geheimnisvolle Glanz, die optische Tiefe, das reizvolle Reflexionsverhalten und der edle Farbton verleihen der Fassade dauerhaft subtile Wertigkeit.“

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