Bürgermeister Peter Neumeier und Seniorenbeauftragte Gabriele Beck freuten sich beim ersten Treffen am Freitag im Sitzungssaal des Rathauses über das große Interesse. Sie ließen sich Stichworte zurufen, um die Themen anschließend abzuarbeiten.
Erster Punkt: Sanierung der Turn- und Schwimmhalle. Der Bürgermeister möchte trotz Kosten von sieben Millionen Euro die Renovierung angehen, "weil wir die staatliche Förderung mitnehmen wollen". Die endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, so der Rathaus-Chef. Die Wassertemperatur wurde inzwischen aus Kostengründen auf 27 Grad runtergefahren. "Da muss man schon in Bewegung bleiben", gibt eine Dame zu verstehen.
Geld für "Balkon-Kraftwerke"?
"Die Marktgemeinde Schwarzenfeld ist in den Zeitungen unzureichend vertreten". Darin waren sich Besucher mit dem Bürgermeister einig. "Ich bin schon froh, wenn jemand über unsere Marktratssitzungen berichtet", gab der Bürgermeister zu verstehen. Er empfiehlt den Senioren, sich Informationen auch auf der Homepage des Rathauses zu holen. Dort erfahren sie zum Beispiel, dass die Birnbaum-Brache noch in diesem Jahr abgerissen werden soll. Für die Nutzung des Geländes sei man auf der Suche nach einem Investor.
"Gibt die Gemeinde Zuschüsse für Balkon-Kraftwerke?", fragte ein Zuhörer. Er nannte zum Vergleich Nachbarkommunen, die die Nutzung von Solarmodulen an Fassade und Balkon fördern. Die Antwort des Bürgermeisters: "Momentan haben wir das noch nicht auf dem Schirm, aber wir bleiben dran".
Keine Ortsumgehung
Ein Thema, über das sich Peter Neumeier aber auf keinen Fall Gedanken machen möchte, ist eine Ortsumgehung. Seiner Meinung nach zu teuer und auch nicht notwendig, denn: "Den Verkehr bringen wir damit auch nicht aus dem Ort raus".
Der Verkehr blieb ein Thema. "Die Bahnhofstraße zu befahren, geht auf die Bandscheibe", bemerkte eine Anwohnerin scherzhaft mit Hinweis auf "die tiefen Löcher im Belag". Ihr konnte der Bürgermeister Hoffnung machen. "Wir haben endlich einen barrierefreien Bahnhof, um den uns viele andere Kommunen beneiden", betonte Neumeier. Jetzt könne man die Strukturmaßnahmen rund um das Gelände anpacken. Dazu gehöre auch die Instandsetzung der Bahnhofstraße.
Mehrere schlechte Straßen
Ein Zwischenruf vertiefte das Problem: "Wir haben in Schwarzenfeld aber noch mehr schlechte Straßen". Der Rathauschef nimmt den Hinweis auf und verspricht, die Sanierung der Trassen mit Bedacht anzugehen und zu schauen, "wofür es Fördermittel gibt".
Dem Vorschlag, die "Äußere Ringstraße" zu einer 30er-Zone zu erklären, sieht der Bürgermeister skeptisch. Denn dann müsste man den Verkehr dort überwachen. "Wir wollen uns nicht den Ruf von Wegelagerern einhandeln und die eigenen Bürger abzocken", so der Bürgermeister. Deshalb habe sich die Gemeinde noch nicht zu einer Überwachung des fließenden Verkehrs durchringen können.
Die "größte Baustelle" ist derzeit der Friedhof. Da kamen gleich mehrere Klagen. Der Putz der Mauer bröckle, die neu aufgestellten Abfalleimer seien "ein totaler Schmarrn", die Wegeführung sei problematisch. Der Bürgermeister erkannte die Unzufriedenheit der Friedhofsbesucher und schlug augenzwinkernd vor, die nächste Seniorengesprächsrunde dorthin zu verlegen.













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