Zweifellos gehört die Feier eines 65. Ehejubiläums zu den eher seltenen Ereignissen, die im familiären Kreis gefeiert werden können. Dem Ehepaar Georg und Waltraud Weber aus Schwarzenfeld ist dieser außergewöhnliche Anlass vergönnt, ja, sie dürfen ihn gemeinsam mit der großen Familie dankbar feiern. Als „Eiserne Hochzeit“ wird dieses Jubiläum oftmals tituliert, was auf eine besondere Bedeutung von Festigkeit, Beständigkeit und natürlich ausgesprochene Stärke in der Beziehung hinweist.
Für das Ehepaar, das gemeinsam im Seniorenhaus CuraVivum am Fuße des Miesbergs den Lebensabend verbringt, ist dieser Festtag trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen ein Grund, mit der Familie anzustoßen und Erinnerungen aufzugreifen. Im Lothradweg über viele Jahrzehnte zu Hause, gehörte die Siedlung mit Nachbarn, Freunden und eben dem Leben dort in dieser so prägenden Nachkriegsgemeinschaft viele Jahrzehnte zum Lebensmittelpunkt.
Im Jahre 1961 führte der Buchtalarbeiter, Weber Schore genannt, seine Waltraud, aus Nabburg stammend, zum Traualtar. „Der Garten, das Haus und natürlich die Familie mit den drei Töchtern bedeutete für uns unbeschreibliches Lebensglück“ beschreibt Waltraud Weber, die ebenfalls im Werk Buchtal berufstätig war, die unvergessene Vergangenheit. Inzwischen ist die Familie mit fünf Enkelsöhnen und zwei Urenkeltöchtern gewachsen.
Intensives Vereinsleben
Dass sich neben dem Erwerbsleben zu diversen Vereinen mit dem Jubilar ein teils intensives Vereinsleben aufgebaut hatte, wissen viele Freunde der Siedler, der Frotzersrichter Schützen, aber vor allem des Buchtalchores, dem er Jahrzehnte lang wertvolle Stütze im Ersten Bass war, zu schätzen. Im Juni dieses Jahres feiert er seinen 90. Geburtstag. Für die Jubilarin ist heute noch das Studium der Tageszeitung, des Neuen Tags, mit allen Themen kommunaler und auch weltpolitischer Reichweite wichtiger Tagesbestandteil.
Klar, dass am Kaffeetisch bei solch einem Fest das "Gewesene" mit allen Höhen und Tiefen in der Unterhaltung breiten Raum einnimmt. „D'Hauptsach is, dass mia in Schwoazafeld san“ fasst der Weber Schore das Gegenwärtige zusammen und stimmt beim Verabschieden des Bürgermeisters und der Presse noch spontan die heimliche Schwarzenfelder Hymne „Irrlouh, Irrlouh und Schwoazafeld is dou“ zur Freude aller Gäste an.



















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