16.06.2019 - 16:08 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Erst die Arbeit, dann flanieren

Der Schweiß fließt in Strömen, bis der Kirwabaum am Samstag in der Senkrechten steht. Dafür ist der Sonntag entspannter: Die Miesberg-Allee wird zur Flaniermeile.

Mit Bulldog und langem Festzug wird der knapp 30 Meter lange Baum zum Festplatz gebracht.
von Manfred BäumlerProfil
Gehört einfach dazu: Die Trachtler tanzen um den Kirwabaum und ernten dafür viel Applaus.
Vor dem Aufstellen segnet Pater Lukas Temme vom Kloster den Baum. Rechts daneben Georg Matzke, der in diesem Jahr die Hauptorganisation übernommen hat.

Das Aufstellen des Baumes und der bunte Festbetrieb in der Allee prägen die Miesbergkirwa. Begleitet von Fahnenabordnungen und 13 Schwarzenfelder Vereinen wurde der festlich geschmückte und knapp 30 Meter lange Baum vom Vorplatz der Feuerwehr zum eigentlichen Festplatz auf dem Miesberg geleitet. Alle Mühe hatten sich die zahlreichen Hände - und hier allen voran die Trachtler - bereits im Vorfeld mit dem Herrichten des Baumes gemacht.

Klar, dass auch beim bunten Festzug mit der Blaskapelle der Humor und die Gaudi nicht zu kurz kamen. Kräftig ins Schwitzen gerieten die knapp 40 Aufsteller, die unter dem Kommando von Baumspender Stephan Kreisel die Fichte in knapp zwei Stunden in die Senkrechte beförderten. Schwerstarbeit war das auch für die Musikanten der Blaskapelle, die für Unterhaltung sorgten. Eine Augenweide sind immer wieder die Tanzeinlagen des Trachtenvereins, die mit überschwänglichem Applaus begleitet wurden.

Mit einer Abkühlung und Regenguss begann der Sonntagmorgen. Petrus hatte aber ein Einsehen und sorgte pünktlich am Nachmittag für ein Paradewetter. Während auf dem Festplatz für Kulinarisches mit einer frischen Halbe gesorgt war, präsentierte sich die Wallfahrtskirche auf dem Miesberg zu beiden Messen und zur Andacht am Nachmittag bestens gefüllt.

Den Gottesdienst um acht Uhr gestaltete der Buchtalchor mit der bekannten Chiemgauer Messe, die das verstorbene Chormitglied Hans Piehler in den Liederfundus des Werkschores gebracht hat. Beim Festgottesdienst, der von Weihbischof Reinhard Pappenberger zelebriert wurde, umrahmte der Bergchor St. Barbara mit der Messe zu Ehren des Hl. Josef von J.H. Dietrich das Hochamt. Unter schattigen Alleebäumen machte das Flanieren sichtlich Spaß und zog zahlreiche Besucher auf den Miesberg.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.