08.10.2020 - 13:22 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Erster verkaufsoffener Sonntag in Schwarzenfeld

Es ist heuer ein seltenes Vergnügen: Ein Standlmarkt mit Fieranten, flankiert von einem verkaufsoffenen Sonntag. Am 11. Oktober darf in Schwarzenfeld beim Dionysius-Markt wieder geschlendert und konsumiert werden. Mit Einschränkungen.

Zehn Fieranten werden am Sonntag mit ihren Ständen bei der traditionellen Dionysius-Kirwa in der Schlossstraße vertreten sein.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

„Regnet’s an St. Dionys, regnet’ den ganzen Winter g’wiss“, lautet eine alte Bauernregel. Bleibt zu hoffen, dass es Dionys mit dem Wetter am Sonntag gut meint. Schließlich werden sich an diesem Festtag wieder Fieranten in der Schlossstraße einfinden und ihr Warenangebot anbieten. Erfahrungsgemäß kommen gerade aus der dörflichen Umgebung zahlreiche Besucher. Natürlich erwarten die Kauflustigen auch die diversen Geschäftsleute, die ihre Läden an diesem Tag von 13 bis 17 Uhr geöffnet haben.

„Es ist der erste verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr,” weiß Melanie Kasowski vom Ordnungsamt im Schwarzenfelder Rathaus. Der Einkaufssonntag an Josefi im März wurde heuer überraschend abgesagt und auch die ausgefallene Schwarzenfelder Kirwa, die vor einem Monat über die Bühne gegangen wäre, riss den geplanten verkaufsoffenen Sonntag mit sich in den Coronaschlund.

Mit Standlmärkten wurden die Schwarzenfelder in diesem Jahr aus Gründen des Pandemieschutzes ebenfalls nicht verwöhnt. Zehn Händler hat das Ordnungsamt zur „Dionys-Kirchweih“ rund um das Gotteshaus in der Schlossstraße zugelassen. „Mehr geht nicht, weil unser Hygienekonzept Abstände vorschreibt,” betont die Ordnungsamts-Leiterin. Der Fokus der Stände liege laut ihren Angaben auf Handwerk und Handarbeit und es seien lokale Händler zum Zug gekommen.

Es ist der erste verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr

Ordnungsamtsleiterin Melanie Kasowski

Ordnungsamtsleiterin Melanie Kasowski

Aufgrund der Corona-Pandemie gilt in der Schlossstraße im Bereich der Marktstände uneingeschränkt Maskenpflicht. Die Besucher werden gebeten, sich an den Mindestabstand von eineinhalb Metern zu halten. Zum Verzehr von Speisen auf dem Marktgelände wird ein eigener Bereich abgegrenzt. Die entsprechenden Regeln würden am Eingang des Marktes zur Einsicht ausgehängt, heißt es aus dem Rathaus. Eine Möglichkeit zur Händedesinfektion sowie eine zentrale Waschgelegenheit sind vorhanden.

Frühe Entscheidung gegen Märkte und Feste

Schwarzenfeld

Für die Passanten im südlichen und östlichen Bereich der Schlossstraße gilt eine fußgängerische Einbahnregelung. “Es soll keinen Gegenverkehr geben”, lautet die Maßgabe aus dem Ordnungsamt. Und damit sind die sonntäglichen Flaneure gemeint, weil der Straßenzug während des Marktes für Kraftfahrzeuge sowieso gesperrt ist. Der Zugang zum Markt befindet sich in der südlichen Schlossstraße. „Um Verständnis und Beachtung aller Auflagen wird gebeten,” sagt Bürgermeister Peter Neumeier. Er und die Verwaltung appellieren insbesondere an die Eigenverantwortung und Umsicht aller Marktbesucher.

Auch für die Anwohner gibt es Regeln. Sie werden gebeten, sich auf den Markt einzurichten: Fahrzeuge müssen bis spätestens Samstag, 10. Oktober, um 22 Uhr aus dem Bereich entfernt worden sein, da die Parkplätze für die Verkaufsstände und den Toilettenwagen benötigt werden. Im Übrigen wird von der Verwaltung auf die geänderte Verkehrsregelung im Ortsbereich von Schwarzenfeld für diesen Sonntag aufmerksam gemacht. Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden auf Kosten des Kfz-Halters abgeschleppt. Die Zufahrt zum Schlosshotel ist über die Hauptstraße möglich.

Wie Pfarrer Henirich Rosner auf Nachfrage erläuterte, werde es in diesem Jahr auch kein Konzert anlässlich des Patroziniums des Kirchenheiligen St. Dionys geben. Im vergangenen Jahr spielten das Blechbläserquintett „i-Tüpferl“ sowie ein gemischtes Holz-Ensemble anlässlich des traditionellen Kirchweihkonzerts. "Aber es gibt kein Hygienekonzept für so eine Veranstaltung und wegen der maximal 30 Zuhörer, die in Corona-Zeiten in der Kirche Platz finden können, will auch niemand ein Konzert geben." Sehr wahrscheinlich ist aber eine Vesper am Sonntag, die vom Pfarrer und seinem Organisten Michael Koch gestaltet wird.

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