26.05.2020 - 13:58 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Beide Kirchweih-Feste abgesagt

Für Kirchweihfeste, Märkte und andere Großveranstaltungen im Markt gibt es in diesem Jahr keine bis kaum eine Chance, dass sie stattfinden können. Corona schiebt einen Riegel vor.

Selbst wenn die Kirwawirte heuer ihr Festzelt aufbauen würden, es müsste aus Infetktionsschutzgründen leer bleiben. Die Kirchweihfeste in Schwarzenfeld wurden am Montag vom Marktrat abgesagt.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Wie Bürgermeister Peter Neumeier bei der Sitzung des Marktrats am Montag informierte, wurden in Bayern aufgrund der Corona-Pandemie Großveranstaltungen bis Ende August untersagt. Laut der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung fallen darunter Versammlungen und Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen und mit einer Dauer von mehr als 60 Minuten. "Dementsprechend wird die Miesberg-Kirchweih, die für den 7. Juni geplant war, abgesagt," so der Bürgermeister. Darüber gab es unter den Markträten keine Diskussion.

Auch für die Schwarzenfelder Kirchweih im September sieht es zappenduster aus. Josef Ebnet von der Festbetriebe Böckl GbR, die in den vergangenen Jahren immer dieses mehrtägige Fest ausgerichtet hat, merkte im Gespräch mit der Marktverwaltung an, dass die Schwarzenfelder Kirchweih vom 4. bis 7. September als Großveranstaltung zu sehen sei und ganz knapp nach dem Ende des Verbotes der Großveranstaltungen stattfinden soll.

Ebnet äußert starke Bedenken, „denn sollte zu dem Zeitpunkt noch ein Hygienekonzept nötig sein, ist dies nicht umsetzbar“. Auch der Besucherzustrom sei aufgrund der örtlichen Gegebenheiten kaum zu begrenzen und die Einhaltung der Hygieneauflagen sei nicht oder nur mit immensem Aufwand zu gewährleisten.

Eine Stimmung könne so nicht aufkommen, ein schönes Fest für alle sei so auch nicht möglich, urteilte der erfahrene Festveranstalter. Man dürfe auch nicht vergessen, dass das Virus ab September nicht einfach verschwunden, und die Konsequenzen nach so einer Kirchweih nicht absehbar seien.

Der neue Marktrat in Schwarzenfeld nimmt seine Arbeit auf: Hier der Artikel

Schwarzenfeld

Ein größerer Planungsbedarf besteht auch für den Weihnachtsmarkt, sagte Bürgermeister Neumeier. Nicht nur der Markt Schwarzenfeld habe im Vorfeld einiges zu organisieren, auch die teilnehmenden Vereine müssten frühzeitig erfahren, ob oder ob der Markt stattfindet. Die Örtlichkeit am Platz am Kreuz sei sehr beengt. "Einzuhaltende Hygieneauflagen wie Abstände zwischen den Besuchern und Budenbetreibern wären schwerlich umsetzbar und nur durch die Beschränkung der Besucherzahl zu ermöglichen." Hierzu sei wiederum Personal nötig, das die Zugänge und Abstände kontrolliert.

Nach Rücksprache mit umliegenden Gemeinden (Stadt Schwandorf, Stadt Oberviechtach, Stadt Neunburg vorm Wald) werden dort laut Verwaltung die Märkte bis Ende Juni aufgrund des Veranstaltungsverbotes abgesagt. Über spätere Märkte werde je nach Situation vier bis fünf Wochen vor Veranstaltungsbeginn im Einzelfall unter Abwägung der örtlichen Verhältnisse und der erwarteten Besucherzahl entschieden.

So kam der Marktrat überein, die Schwarzenfelder Kirchweih im September abzusagen. Über die Dionysius-Kirchweih am 11. Oktober wird spätestens vier Wochen vor Veranstaltungstermin entschieden. Über den Weihnachtsmarkt am 28. November wird in Absprache mit den teilnehmenden Vereinen ebenfalls frühzeitig entschieden.

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