12.06.2020 - 10:53 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Essen für über 200 Schulkinder

Ein wichtiger Teil bei der Generalsanierung der Schwarzenfelder Schule ist der Einbau einer Mensa. Dort sollen einmal über 200 Kinder verpflegt werden. Noch sind wichtige Fragen offen.

Ein Blick vom Pausenhof zum Schulgebäude. Das Besondere sind die farbigen Markisen, die die Fassade akzentuieren, sowie ein Glasanbau (unten rechts) für die neue Mensa und ein stilisiertes Lindenblatt aus Holz (Mitte) als Sonnenschutz.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Bislang nehmen rund 200 Schüler aus Schwarzenfeld – jeweils zur Hälfte Grundschüler und Mittelschüler – das Mittagessen im benachbarten Seniorenheim ein. Und es werden mehr werden. Die Verwaltungsgemeinschaft als Schulträger hat sich daher entschlossen, 225 000 Euro in die Einrichtung einer eigenen Mensa zu investieren. Außerdem muss die Mittagsverpflegung neu organisiert werden. Architekt Konrad Kraus hat dazu im Vorfeld Schulen in Teublitz und Neunburg v.W. besucht, die eine eigene Mensa betreiben. In Teublitz handelt es sich um eine „Regenerierküche“, in der das gelieferte Essen aufbereitet wird. Die Neunburger Mensa dagegen ist eine reine Ausgabestelle. Das Essen wird bis von Nürnberg ausgabefertig angeliefert.

„Wir geben der Teublitzer Variante den Vorzug“, stellte der Architekt vor einiger Zeit fest und erhielt Zustimmung von jenen Markträten, die beim Probe-Essen dabei waren. Sie hielten einen so weiten Transport für ökologisch nicht vertretbar, wenngleich der Preis pro Essen von 2,95 Euro in Neunburg erheblich günstiger liegt als der in Teublitz. 4,50 Euro zahlen die Eltern dort pro Kind und Essen.

Essen soll kindgerecht sein

Sich das Essen einfach vom benachbarten Heim liefern zu lassen, was fast keinen Transportweg bedeuten würde, wäre laut Schulleiter Siegfried Seeliger noch nicht der Weisheit letzter Schluss. "Das hat so einen Anruch", meinte er, "denn dort wird für Senioren gekocht und die Schüler nur mitversorgt". Ähnliche Töne gab es zu hören, als das Thema bei einer der letzten Sitzungen der Verwaltungsgemeinschaft diskutiert wurde. Dabei war zu hören „dass Kinder etwas anderes zum Essen brauchen als alte Leute“. Das Essen in der neuen Mensa der Volksschule Schwarzenfeld soll auf jeden Fall altersgerecht sein. Wer es liefert, ist noch offen. Deshalb wird sich die Gemeinde nach einem anderen Anbieter umschauen.

Der Träger der Mittagsbetreuung ist derzeit das Kolpingbildungswerk Schwandorf. Die Mitarbeiter begleiten die Schüler zum nahe gelegenen Seniorenheim, wo die Kinder zu Mittag essen. Das Kolpingbildungswerk soll wohl weiter im Boot bleiben, die Mitarbeiter könnten auch in der neuen Mensa bei der Essensausgabe mithelfen. Die Leitung der Mensa könnte eine Küchenmeisterin übernehmen, die Hauswirtschaft gelernt hat, schlägt Schulleiter Seeliger vor. Wer das Essen an die Schule liefert, ist allerdings offen. Dieser Auftrag soll ausgeschrieben werden.

Neue Mensa mit Außenbereich

Der Neubau der Mensa soll ins Untergeschoss des B-Baus kommen, mit einem gläsernen Vorbau und einer Öffnung zum Pausenhof hin – so dass man im Sommer auch draußen essen könnte, unter einem großen Schattenspender in Blattform. Der Einbau in das vorhandene Gebäude ist günstiger, als wenn man ein eigenes Gebäude dafür baut – das hätte vermutlich das Zehnfache gekostet. Die Sanierungsmaßnahmen der Schule, die derzeit laufen, beinhalten die Generalsanierung der Bauteile A und B auf Neubau-Stand, des Weiteren die Brandschutzsanierung im Bauteil C. Dazu kommt noch der Neubau der Mensa.

Weitere Infos zur Schwarzenfelder Schulsanierung

Schwarzenfeld

Bei der laufenden Schulsanierung ist der erste Bauabschnitt fertig, der A-Bau. Baubeginn war 2018. Aktuell wird am Bauabschnitt zwei gearbeitet, also die Sanierung des B-Baus mit dem Neubau einer Mensa für insgesamt 840 000 Euro zur Speisung von 230 Kindern in zwei Schichten. Nach derzeitiger Einschätzung wird die Mensa nicht vor Mitte 2021 ihren Betrieb aufnehmen. Für die gesamte Sanierungsmaßnahme der Schule werden Kosten in Höhe von 8,5 Millionen Euro erwartet, dazu kommen die Außenanlagen. Gefördert wird das große Vorhaben mit 5,1 Millionen Euro. Vor zehn Jahren gingen 547 Kinder in die Schwarzenfelder Schule, heute pendelt sich die Schülerzahl bei rund 470 Schülern ein. Der Höchststand war im Schuljahr 2001 mit 825 Kindern.

Im Jahr 2017 brachte der Mensa-Neubau Ärger ein

Aktuell wird am Bauabschnitt zwei gearbeitet, also die Sanierung des B-Baus der Schule mit dem Neubau einer Mensa (unten) für 840 000 Euro zur Speisung von 230 Kindern in zwei Schichten. Nach derzeitiger Einschätzung wird die Mensa nicht vor Mitte 2021 ihren Betrieb aufnehmen.
Architekt Konrad Kraus (Nabburg).
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