16.02.2020 - 16:33 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

FW/ÜPW machen sich auf den Weg

Voll Tatendrang und neuen Ideen macht sich Peter Neumeier auf den Weg, das Rathaus zu erobern. Als Bürgermeisterkandidat der FW/ÜPW hat er eine hochmotivierte Mannschaft an seiner Seite.

Zum Auftakt des FW/ÜPW-Wahlkampfes hatte Bürgermeisterkandidat Peter Neumeier (Mitte) zu einem Spaziergang durch Schwarzenfeld eingeladen. Dieser neue Weg kam gut an. Über 60 Bürger beteiligten sich daran.
von Richard BraunProfil

Mit seinen 37 Jahren kann der Teamleiter als Spitzenkandidat der FW/ÜPW Schwarzenfeld auf langjährige kommunalpolitische Erfahrung zurückgreifen. Seit sechs Jahren ist er im Marktrat. Neumeier ist in Schwarzenfeld Zweiter Bürgermeister - und Mitglied des Kreistages. Dass er dabei neue Wege gehen kann, bewies Neumeier zum Auftakt seines Wahlkampfes. Nicht eine Gaststätte, sondern der Bahnhof war Treffpunkt für rund 60 Bürger, die sich mit Peter Neumeier und den sechs Frauen und 14 Männern der FW/ÜPW-Liste auf einen Spaziergang machten, um vor Ort den Bürgern ihre Anregungen für eine gute Weiterentwicklung der Marktgemeinde zu unterbreiten.

An 14 "Brennpunkten" wurden verschiedene Themen aufgegriffen und Lösungswege diskutiert. Der Bahnhof ist nach Ansicht der FW/ÜPW kein Aushängeschild für Schwarzenfeld. Die bevorstehende Elektrifizierung biete eine Gelegenheit, das gesamte Areal aufzuwerten, zumal sich das angrenzende Grundstück im Besitz des Marktes befindet. Vom Bahnhof ging der Blick zum Milchhof und den Ruitäckern. Mit seinen 600 Mitarbeitern ist der Milchhof der bedeutendste Arbeitgeber, aber auch der größte Wasserverbraucher der Gemeinde. Eine gesicherte Wasserversorgung der Bevölkerung werde eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben sein. Zudem könnten jetzt die Ruitäcker als künftiges Gewerbe- oder Wohngebiet gestaltet werden. Die Jugend bekam auf Initiative der FW im Jugendbeirat durch Christian Kotzbauer eine Stimme. Ein Bewegungs-Parkour oder Mehrgenerationenplatz in der Nähe des Hallenbades wäre durchaus denkbar.

Als "ältestes Sanierungsprojekt von Schwarzenfeld" bezeichnet Marktrat Manfred Bäumler die Miesbergallee. Dabei müsse der Bürger in die Planung mit einbezogen werden. In der Energiepolitik sei die Marktgemeinde in der Vergangenheit stehen geblieben. Im Hallenbad, der Schule oder dem Rathaus seien die Heizungen erneuert, ohne innovative Heizlösungen zu nutzen. Die Chance für ein Blockheizkraftwerk mit Nahwärmenetz sei vertan worden. Ein neues Baugebiet und mehr "Bauen im Bestand" sind weitere Forderungen der Freien Wähler. Am Beispiel "Birnbaum" zeigte Peter Neumeier Möglichkeiten auf, wie generationsübergreifendes Wohnen verwirklicht werden könnte. "Trotz mehrerer Beschlüsse gibt es noch immer kein neues Baugebiet", monierte Marktrat Bernd Stangl. Auch habe es der Markt nicht geschafft, interessierte Schwarzenfelder Firmen im neuen Gewerbegebiet unterzubringen. Hier müssten nach Auffassung der Freien Wähler effizientere Wege beschritten werden. Handlungsbedarf bestehe im Bereich Friedhof und Kirche. Hier müssten gemeinsame Interessen besser herausgearbeitet werden. Barrierefreie Wege im Friedhof sei ein viel diskutiertes Anliegen.

"Wir haben eine Lücke von mehreren dutzend Krippenplätzen, haben akuten Bedarf für einen Hort und jeder macht sein eigenes Ding", bemängelt Peter Neumeier die Zusammenarbeit von Kommune und Kirche. "Da muss der Bürgermeister der Kirche die Hand reichen", hat sich der Bürgermeisterkandidat vorgenommen. Überhaupt liege die Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation des Rathauses nach seiner Meinung im Argen. Anstelle lösungsorientierter Beratung würden nur problemorientierte Leistungen erbracht. Die Digitalisierung müsse auch im Rathaus Einzug halten. "Zettelwirtschaft ist Vergangenheit", so Peter Neumeier.

Am Platz am Kreuz kam die städtebauliche Entwicklung von Schwarzenfeld zur Sprache. Auf diesem Gebiet habe sich in Schwarzenfeld in den vergangenen 20 Jahren nichts getan. Es bestehe großer Nachholbedarf. Der Spaziergang endete in der Brauhausgasse. "Ein innerörtliche Brachfläche darf keine Dauerlösung sei", drängt Peter Neumeier auf eine Gestaltung.

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