07.06.2021 - 09:30 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Gedenken an die Opfer des Luftangriffs in Schwarzenfeld

Zahlreiche KZ-Häftlinge sterben in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in Schwarzenfeld nach einem Luftangriff. Nun könnte am Bahnhof ein Opferdenkmal entstehen.

Christian Daschner, Marianne Schieder, Peter Neumeier ,Thomas Muggenthaler und Peter Wein (von links) sprachen über ein mögliches Opferdenkmal am Schwarzenfelder Bahnhof.
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Im April 1945, wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs kommt es in Schwarzenfeld zu einem Massaker: Im Kugelhagel durch die US-Luftwaffe sterben zahlreiche Häftlinge, die in einem Zug vom Konzentrationslager Flossenbürg ins KZ Dachau gebracht werden sollen. Nachdem der Zug nicht mehr weiterfahren kann, werden die Verbliebenen zu Fuß weitergetrieben, Schwache und Verwundete werden von der SS erschossen. Insgesamt sterben 184 Menschen.

Auf Initiative des BR-Journalisten Thomas Muggenthaler, der sich seit vielen Jahren mit dem Nationalsozialismus in unserer Region auseinandersetzt und zahlreiche Publikationen veröffentlicht hat, macht sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder nun für ein mögliches Opferdenkmal direkt am Schwarzenfelder Bahnhof stark.

Unterstützung findet sie dabei laut einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten von Bürgermeister Peter Neumeier: „Ich freue mich sehr über diese Initiative und unterstütze sie mit ganzer Kraft“, sagte Neumeier. Gerade in der heutigen Zeit, sei es wichtig zu wissen, was damals passiert sei: „Es gibt fast keine Zeitzeugen mehr“, so Neumeier, der sich noch an Gespräche mit seiner Großmutter über dieses Thema erinnern kann.

Sein Ziel sei es, hier die Sensibilität der Bürger zu schärfen und auch dieses prägende und dunkle Kapitel der Geschichte des Ortes zu thematisieren. Gleichzeitig brauche es einen würdigen Ort des Gedenkens.

Gemeinsam mit Thomas Muggenthaler, Bürgermeister Peter Neumeier, SPD-Ortsvorsitzendem Christian Daschner und SPD-Kreisvorsitzendem Peter Wein wurde in einem ersten Gespräch ausgelotet, welche Möglichkeiten für eine Erinnerungsstätte sich bieten und wie man die Bürger bestmöglich einbinden könne.

„Es geht uns darum, die Erinnerung wach zu halten und damit die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass sich so etwas nie mehr wiederholen darf“, betonte Marianne Schieder laut Mitteilung.

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