29.11.2019 - 13:19 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Geringe Honigernte

Die Imker Schwarzenfeld halten ihre Jahreshauptversammlung ab. Erfreulich: Der Verein zählt aktuell 146 Mitglieder.

Imker-Vorsitzender Hermann Bronold (links) und Stellvertreter Karl-Heinz Dausch zeigen auf die gespendeten Bienenkörbe und Magazine aus Stroh, die rund 100 Jahre alt sind.
von Externer BeitragProfil

Im voll besetzten Lehrbienenheim legte Hermann Bronold, Vorsitzender des Imkervereins und Vereins Freunde und Förderer des Lehrbienenheims Schwarzenfeld, einen umfangreichen Geschäftsbericht ab. Erfreut betonte er, dass der Verein 146 Mitglieder zähle, ein enormer Zuwachs seit seinem Amtsantritt. Zudem betreue heute jedes aktive Vereinsmitglied durchschnittlich sieben Völker, also mehr als im Landesschnitt. Vielfältige Veranstaltungen wurden im Vereinsjahr von rund 500 Teilnehmern besucht. Ebenso seien wieder Neuimkerschulungen erfolgreich abgehalten worden. Unter dem Motto "Bienen und Natur erhalten und schützen" bastelten beim Ferienprogramm wieder eine große Anzahl Kinder Insektenhotels. Und der beliebte Vereinsausflug führte zur Klosterimkerei nach Plankstetten und zum Haus der bayerischen Geschichte in Regensburg.

Das Imkerjahr war durch ungünstiges, schlechtes Wetter geprägt. Die Honigernte sei eher gering zu bezeichnen. Intensiv wurden Möglichkeiten zur Bekämpfung der Varroamilbe diskutiert. Gesundheitswart Gerhard Rücker berichtete von einem neuen System aus Spanien, bei dem die Behandlungsstreifen mit Glycerin und Oxalsäure getränkt und in die Völker eingehängt werden. Die Wirkung halte länger an und sei somit weniger arbeitsintensiv. Zudem plädierte er für das Verfahren der Toleranzzucht. Dabei werde von Bienenvölkern nachgezüchtet, die einen geringen Milbenfall aufwiesen. Diese Bienen würden die verdeckelte Brut kurzzeitig wieder öffnen, so dass sich die schädliche Varroa nicht mehr vermehren könne, die eigene Brut sich aber gut weiter entwickle.

Bürgermeister Manfred Rodde betonte den wertvollen Beitrag für Unterricht und Ausbildung der Imker. Vorstand Bronold berichtete erfreut über Spenden für das Imkereimuseum. Dem Verein wurden gut erhaltene Strohkörbe überlassen, die vor 100 Jahren im Einsatz waren. Auf ein ähnliches Alter werden drei Strohmagazine datiert, die eines Tages vor der Tür standen.

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