Schwarzenfeld
10.04.2024 - 13:49 Uhr
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Nach Insolvenzantrag von Buchtal: Kein Personalabbau geplant

Nach dem Insolvenzantrag der Deutschen Steinzeug und der Tochter Agrob Buchtal (Schwarzenfeld) sind die Löhne für die Mitarbeiter noch bis Ende April abgesichert. Wie geht's dann weiter?

Am 1. Mai soll das Insolvenzverfahren über Agrob Buchtal und die Deutsche Steinzeug planmäßig eröffnet werden. Bild: Hösamer
Am 1. Mai soll das Insolvenzverfahren über Agrob Buchtal und die Deutsche Steinzeug planmäßig eröffnet werden.

Die Deutsche Steinzeug Cremer und Breuer AG (DSCB, Alfter/Nordrhein-Westfalen) und die Tochtergesellschaft Agrob Buchtal (Schwarzenfeld) haben am 23. Februar Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. "Bis Ende April läuft noch der dreimonatige Insolvenzgeldzeitraum. Das bedeutet, dass die Löhne und Gehälter aller Mitarbeiter über das Insolvenzgeld abgedeckt sind", so Christoph Schulze, stellvertretender Pressesprecher der DSCB, auf Nachfrage von Oberpfalzmedien. Aktuell befindet sich der Keramikhersteller vorläufigen Eigenverwaltungsverfahren. Zum 1. Mai sollen laut DSCB die Verfahren für DSCB und Agrob Buchtal vor dem Amtsgericht Bonn planmäßig eröffnet werden. "Nach der Eröffnung der beiden Verfahren wird das Unternehmen wieder selbst die Löhne und Gehälter der Beschäftigten tragen, in voller Höhe und wie in der Zeit vor den Verfahren", so Schulze, "eine Anpassung des Personalbestandes ist derzeit nicht geplant." Die DSCB zählt rund 1000 Mitarbeiter, davon knapp 400 im Werk bei Schwarzenfeld.

An den vier Produktionsstandorten gebe es aktuell keinerlei Einschränkungen, so Schulze. "Die Produktion verläuft planmäßig und bei einem erfreulich hohen Auftragsbestand." Zum Stand der aktuellen Sanierungsbemühungen könne das Unternehmen keine näheren Auskünfte geben, so Schulze. "Derzeit arbeiten Vorstand und Berater an einem Sanierungsplan, der in den kommenden Wochen und Monaten finalisiert und anschließend mit den Gläubigern abgestimmt werden soll." Die DSCB sei zuversichtlich, die gesamte Unternehmensgruppe auf eine wirtschaftlich tragfähige Basis stellen zu können.

Wie es im Februar vonseiten des Konzerns hieß, hätten hohe Energiepreise, sinkende Nachfrage und eine veränderte Kreditsituation die DSCB und mit ihr die Tochter Agrob Buchtal in finanzielle Schieflage gebracht. Was die Kredite anbetrifft, soll laut Medienberichten auch ein millionenschwerer Corona-Kredit eine Rolle spielen, für den drei Bundesländer – darunter Bayern – bürgen. Geforderte Sondertilgungen zogen offenbar Liquiditätsprobleme beim Keramikhersteller nach sich. Nicht nur in der Region ist "Buchtal" nach wie vor ein feststehender Begriff für Qualitäts-Keramik, vor allem bei Fliesen. Das Buchtal-Werksgelände liegt in drei Gemeindegebieten: Schwarzenfeld, Fensterbach und Schmidgaden.

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