Schwarzenfeld
18.04.2026 - 13:53 Uhr

Jung, sympathisch, frech und bayrisch: Sara Brandhuber in Schwarzenfeld

Sie gehört inzwischen nicht mehr zu den unbekannten Kabarettisten im Bayernland: Sara Brandhuber. Fernsehauftritte und Touren durch Großstädte gehören für sie inzwischen längst dazu.

Abwechselnd mit Gitarre und Keyboard präsentiert die Niederbayerin ihr Programm "A scheena Schmarrn" und begeistert ihr Publikum in Schwarzenfeld bei den dortigen Kulturtagen. Bild: mab
Abwechselnd mit Gitarre und Keyboard präsentiert die Niederbayerin ihr Programm "A scheena Schmarrn" und begeistert ihr Publikum in Schwarzenfeld bei den dortigen Kulturtagen.

Bayrisch, jung und aus dem Leben heraus stellt sich die Niederbayerin Sara Brandhuber ihren Gästen in Schwarzenfeld bei den dortigen Kulturwochen vor. Mit ihrem Soloprogramm „A scheena Schmarrn“ trifft sie mit Themen wie Familie, Religiosität und Alltag bei ihren Fans in Schwarze. Ohne lange Vorrede und Umschweife kommt sie auf den Kern der Sache und bringt mit „angeborenem“ Redeschwall den Saal zu Lachsalven.

Alles mögliche habe sie schon versucht, um ihre Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörungen, kurz ADHS, in den Griff zu bekommen. „Warum nicht Yoga oder auch eine gut gemeinte Gesprächstherapie? Zahlt ja die Kasse“ so die 37-Jährige in Landshut geborene und inzwischen mehrfach ausgezeichnete Kabarettistin zum Publikum. Der Erfolg dürfte sich in Grenzen gehalten haben, so die begeisterten Besucher.

Ein Waschmaschinentrauma

Dabei würde ihr eigentlich eine besondere Auszeichnung zustehen, hat sie doch einen sakralen Bau vor einer Brandkatastrophe gerettet. Dass mit dem Ausblasen des einzig brennenden Lichts im Altarraum Schlimmes verhindert werden konnte, wurde der evangelisch-gläubigen, nun zweifachen Mutter angesichts der Tatsache, dass es das „Ewige Licht“ war, später bewusst. „Wissen Sie, was alles auf der Rücksitzbank eines Familienautos zwischen den Kindersitzen versteckt werden kann?“, fragt sie in die Runde und klärt postwendend darüber auf. "Gefüllte, verschimmelte Brotzeitboxen bis hin zu Kellerasselfamilien in vierter Generation", lautet ihre Antwort. Brandhuber schildert auch die Misere mit ihrem Waschmaschinentrauma, ausgelöst durch „Maxi-Cosi-Erinnerungen“ unvergleichbar humorvoll. Vom großen Glück, das der Familienkater dabei außerhalb der Wäschetrommel erfahren hat, werden die etwa 250 Besucher umgehend aufgeklärt.

„I ramm nimma zamm“ lautet ihr Motto gemäß sonst üblicher Hausfrauenmanier und sie verweist dabei auf sinnvolle „Aufräumtage“, die eigentlich nur Sinn machen, wenn Besuch zu erwarten ist. „Ein Abend, der hält, was er versprochen hat und der keine weite Anreise erforderlich macht“ meint der Toni aus Dürnsricht und fügt hinzu: „Toll, dass man die Künstler in Schwarzenfeld vor der Haustür hat und nicht in Zentren wie München und Regensburg fahren muss.“

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