13.07.2021 - 09:17 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Leidenschaft für den Schwarzenfelder Sport: Alwin Werner feiert 80. Geburtstag

Er gehört zu den Persönlichkeiten, die dem Schwarzenfelder Vereinsleben einen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt haben. Alwin Werner feiert seinen 80. Geburtstag.

So lieben sie ihn, den Ehemann, Vater und Opa: Alwin Werner mit Enkelin Vida auf dem Arm inmitten seiner großen Familie. Zu den Gratulanten gehört auch Bürgermeister Peter Neumeier (neben dem Jubilar rechts)
von Manfred BäumlerProfil

Klar, dass die Feier mit Freunden, einer Abordnung des Skiclubs und natürlich seiner großen Familie abgehalten wurde. Wären alle gekommen, denen der Jubilar Zeit seines Lebens als Organisator, als Vorstand und Weichensteller gedient hat, wäre sein Haus am Sonntag wohl aus allen Fugen geraten.

Im Jahr 1941 siedelte die Familie von Alwin Werner mit seiner Mutter und den beiden Brüdern während des Krieges mit Zwischenstationen nach Schwarzenfeld über. Der Vater ist im Krieg gefallen. Schnell war dem jungen Mann klar, dass er, genauso wie sein Bruder Dieter, ein Lehramtsstudium mit dem Berufsziel eines Lehrers anstreben möchte. So wurde, neben fünf Jahren Einsatz in Eslarn und Nabburg, im Jahr 1973 Schwarzenfeld seine Stammschule, die bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2005 beruflicher Mittelpunkt war. Beliebt wegen seiner humorvollen, geselligen Art und geschätzt aufgrund seiner pädagogisch wertvollen Unterrichtsgestaltung waren es viele Schülergenerationen, die er für das Leben formte.

Der Sport in vielfältigen Varianten gehört für den passionierten Skifahrer und Fußballer zum Leben. Der Schwarzenfelder Skiclub, dessen Ehrenpräsident er ist, wählte ihn 1987 zum Vorsitzenden. Über 25 Jahre, bis zum Jahr 2012, stand er dem Traditionsverein vor. Wer erinnert sich noch an den Surfclub Schwarzenfeld, dessen Leitung er zehn Jahre lang inne hatte?

Die Errichtung der heutigen Sportanlage an der Nabburger Straße begleitete Alwin Werner als Spartenleiter der Fußballabteilung bis 1995 über sechs Jahre und verschrieb sich während all dieser Jahrzehnte noch einer ganz anderen Sportart, nämlich dem weißen Sport, dem Tennis. Ein viertel Jahrhundert prägte er den Schwarzenfelder Verein als Trainer und Jugendwart und übernahm sogar im Nachbarverein, beim TV Wackersdorf, Verantwortung als Spartenleiter. „Viel war er neben seiner Tätigkeit als Lehrer nicht zu Hause“ meint Gattin Gabi, die ihn in all den Jahren seit ihrer Hochzeit im Jahr 1969 wertvolle Stütze und Ratgeberin war. Dazu gehörte noch der familieneigene Betrieb „Sport-Werner“ mit Skiwerkstatt und Verkauf, der im Jahre 2017 aufgegeben wurde.

Verständlich, dass solches Engagement, in vielfältiger Weise durch Urkunden, Verdienstnadeln und Auszeichnungen gewürdigt wurde. Herausragend und Krönung zugleich war dabei das „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten“, das er vor acht Jahren für sein sportliches Lebenswerk in Empfang nehmen durfte.

Auch politisch hat sich der Jubilar „eingemischt“ und hatte Stimme und Sitz über eine Periode von 1978 bis 84 für die „Schwarzenfelder Gemeinschaft“ im Marktrat. „Du gehörst für mich seit ich denken kann zu meinem Leben“, gratulierte Bürgermeister Peter Neumeier dem „Geburtstagskind“ und erinnerte dabei an seinen Vater Hans-Friedrich Neumeier, der beruflich und sportlich mit dem Jubilar eng verbunden war.

Heute, mit seinen acht Jahrzehnten, gehören für den Familienmenschen Alwin seine drei Töchter mit Partnern und fünf Enkelkinder zum Lebensmittelpunkt. „Ich schau gern auf mein Leben zurück, mit allen Höhen und Tiefen und genieße jetzt die Zeit, in der es etwas ruhiger läuft“, bekennt der Jubilar schmunzelnd.

Am Abend war dann der Skiclub geladen. Vorsitzender Rudi Pösl ließ es sich nicht nehmen, zu gratulieren und für den Einsatz sowohl dem Übungsleiter als auch dem Helfer in der Hütte und am Skilift in Ödengrub zu danken. „Es ist mit Worten nicht zu beschreiben, was du zusammen mit deiner Gabi für den Verein geleistet hast“ fasste Rudi Pösl das jahrzehntelange Engagement des Ehepaars Werner zusammen.

Ehrenvorstand des Skiclubs

Schwarzenfeld
Rudi Pösl (links) gratulierte Alwin Werner im Namen des Skiclubs.

„Ich schau gern auf mein Leben zurück, mit allen Höhen und Tiefen, und genieße jetzt die Zeit, in der es etwas ruhiger läuft“.

Alwin Werner

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