Die Freude an farbenfroher Malerei in Kombination mit sozialem Engagement zeichnet die beiden Künstlerinnen Gisela Herzog aus Wackersdorf und Marion Spießl aus Steinberg am See aus. Bildgestaltung und -ausdruck in ihren Bildern zeigen jedoch deutlich unterschiedliche Charaktere und Botschaften der beiden Hobbymalerinnen auf.
Das Cafe "Barista" im Gärtnereibetrieb Ziereis in Schwarzenfeld bietet nun schon zum zweiten Mal eine sehenswerte Plattform künstlerischen Schaffens in der Region. Wie Seniorchef Hannes Ziereis in seiner Begrüßung zur Eröffnung der Vernissage betont, wird es dort nicht bei diesen beiden farbenfrohen Events bleiben. Vielmehr haben sich bereits für künftige Ausstellungen bis in das nächste Jahr hinein schon weitere Interessenten angeboten.
Seit knapp zehn Jahren frönt die gebürtige Wackersdorferin dem unerschöpflichen Hobby der Malerei. Unterschiedlichste Techniken dienen dabei als Grundlage ihrer Arbeiten. "Beim Ansehen der Bilder erkennt der Betrachter genau, wie der Maler tickt und in welcher Weise Gefühle bei der Bearbeitung mit hineinspielen" lässt Gisela Herzog einen Blick in ihr Innerstes zu. Dabei kommt eine besondere Leidenschaft in Verbindung mit Lebensfreude deutlich zum Tragen, nicht ohne dem Ganzen auch eine gewisse spirituelle Note zu verleihen. "Mache es jetzt und erkenne die Freude am Tun dabei" lautet eine lebensbejahende Grundeinstellung der gelernten Krankenschwester. In diversen Ausstellungen in der Region hat sich Giesela Herzog bereits einen Namen als Malerin gemacht und kann inzwischen auf erfreuliche und vielseitige Resonanz seitens ihrer Fans bauen.
"Interesse an Kunst hatte ich schon immer", stellt sich die 56-Jährige Steinbergerin Marion Spießl vor. Sie scheut dabei nicht, ungewohnte Materialien, wie außergewöhnliche Strukturmittel oder auch Rost mittels Metallspänen in ihren Bildern zu verankern. Dabei schafft sie es, mit Hilfe unterschiedlichster Werkzeuge, wie Spachtel, Pinsel oder auch einem Stück Schwamm "ihren Tieren" Lebendigkeit auf der Leinwand einzuhauchen.
Ein Großteil ihrer Werke hat Themen rund um die Tierwelt zur Grundlage. "Gemalte, bildlich festgehaltene Sprache vermag zeitlos zu faszinieren und beflügelt das Auge des Betrachters" interpretiert sie seit ebenfalls fast zehn Jahren ihr großes Hobby in Vernissagen.
Ein nennenswertes "Miteinander" verbindet die beiden Künstlerinnen jedoch in anerkennenswerter Weise. Ihre Hinwendung und Aufopferung gehört den Menschen, deren Leben sich zum Ende hin neigt. "Mach es jetzt und erkenn dabei die Freude!", so die eindringliche Aufforderung der Beiden angesichts vieler plötzlicher und einschneidender Lebensbeispiele in einstmals guten Lebensphasen. Beide mit großer Hingabe zu Hause und außergewöhnlich engagiert beim Hospizverein Schwandorf, gehört es für sie wie eine Selbstverständlichkeit dazu, einen wesentlichen Teil der Einnahmen aus dem Erlös des Bilderverkaufs an eben genannte Organisation selbstlos weiterzugeben.
Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten der Gärtnerei im Cafe "Barista" in Schwarzenfeld, vielleicht bei einer Tasse Kaffee, zu besuchen.













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